Familienvater stirbt Unfall mit elf Schwerverletzten auf der B505

Foto: News5/Merzbach

B505/POMMERSFELDEN. Ein Bild der Verwüstung bot sich am Samstag den 120 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst auf der B505 bei Pommersfelden. Bei einem Unfall wurden 11 Menschen schwerst verletzt, ein Familienvater starb.

Über circa 200 Meter erstreckte sich die Unfallstelle. Trümmerteile liegen auf der Fahrbahn, ein Fahrzeug liegt auf der Seite und drei weitere Autos sind in den folgenschweren Unfall verwickelt, der zwischen Hirschaid und Pommersfeld passierte. Mehrere Personen sind in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und zwölf verletzte Personen sind zu versorgen. Darunter mehrere Kinder. Eine ausgesprochen schwierige und fordernde Aufgabe für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr. 

Nach ersten Informationen war ein Fahrzeuglenker mit seinem Mercedes in Richtung Bamberg auf der einspurigen Fahrbahn unterwegs, als er rechtswidrig über die Doppellinie, auf die Gegenfahrbahn, zog. Ein Renault,  mit drei Personen besetzt, versuchte dem Mercedes auszuweichen, jedoch touchierten die beiden Autos und der Renault schleuderte in die Leitplanke. Anschließend krachte der Mercedes frontal in einen Nissan, der mit einem Ehepaar und seinen fünf Kindern besetzt war, welcher durch die heftige Kollision auf die Seite geschleudert wurde. Bevor der Mercedes zum Stehen kam, stieß er frontal mit einem Sprinter zusammen und verursachte die dritte Kollision. In dem Mercedes befanden sich drei Personen. 

Sechs Rettungswagen, drei Rettungshubschrauber und sieben Notärzte waren an der Unfallstelle, um die Verletzten zu versorgen. Darunter befanden sich die fünf verletzte Kinder im Alter von ein bis zwölf Jahren, berichtet der leitende Notarzt Marc Nettelmann. Drei der Kinder wurden bei dem fatalen Crash schwerst verletzt , eines wurde mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert. Insgesamt erlitten fünf Personen schwerste Verletzungen, sieben wurden mittelschwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erlag der 41-Jährige Fahrer des Nissan seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Neun Personen, die den Unfall mitansehen mussten oder als Ersthelfer agierten, werden von der Psychosozialen Notfallversorgung betreut.

Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren an der Unfallstelle gefordert. Drei Personen waren massiv in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät befreit werden. "Es war für unsere Einsatzkräfte, sowohl vom Rettungsdienst als auch von der Feuerwehr, eine große Herausforderung mit der Situation zurechtzukommen", so Nettelmann. Ein Gutachter wurde zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen. 

 

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