Falsche Angaben Die häufigsten Fehler bei der Impfanmeldung

Ohne Nachweis sind die Angaben bei der Impfanmeldung wertlos. Foto: BRK

Bei der Online-Anmeldung für die Corona-Impfung werden häufig gravierende Fehler gemacht.

Wunsiedel/Marktredwitz - Wer nicht aufpasst, steht vergebens in der Warteschlange am Impfzentrum. So erging es einem Marktredwitzer. Der Mann konnte nicht geimpft werden.

„Wir müssen täglich Menschen abweisen“, bedauert Daniel Hahn, der Leiter des Impfzentrums in Wunsiedel. Dies sei nicht nur ärgerlich für die Bevölkerung, sondern erschwere auch die Arbeit des Impfteams. Man müsse sich jedoch an die Verordnungen halten und die Patienten schützen. „Alles, was relevant für die Impf-Priorität ist, müssen die Menschen auch nachweisen können. Diese Information wird dem Nutzer bei der online-Anmeldung mehrfach angezeigt und muss bestätigt werden.“

Mit wenigen falschen Klicks wandert der Nutzer sonst schnell von der korrekten Einstufung „Gruppe 3“ auf die höchste Priorität. Ohne die benötigten Unterlagen droht dann die Ablehnung am Impfzentrum. „Wer seine Priorität glaubhaft nachweisen kann, der bekommt auch seine Impfung“, stellt Hahn klar. Es gebe sogar Einzelfallentscheidungen, wenn eine Diagnose wie zum Beispiel extremes Übergewicht oder Down-Syndrom eindeutig erkennbar seien. Eine nachgewiesene Pflegestufe oder eine aktuelle Bescheinigung des Arbeitgebers sei der sicherste Weg.

Die Folgen einer falschen Angabe

Am Beispiel des abgewiesenen Marktredwitzer Impfwilligen: Der Mann der ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist, klickte im Internet auf Rettungsdienst. Zudem gab er einen engen Kontakt mit einer pflegebedürftigen Person an. „Ein Kraftfahrer oder eine Löschkraft der Feuerwehr ist kein Mitarbeiter im Rettungsdienst“, erklärt Hahn. Schon daher fiele der Mann von der höchsten Priorität in „Gruppe 2“. „Nur weil die Oma 80 Jahre alt ist, ist sie nicht automatisch pflegebedürftig.“ Weil der Marktredwitzer die Pflegestufe seiner Oma nicht nachweisen konnte, rutschte er von „Gruppe 2“ schließlich in „Gruppe 3“ mit nur erhöhter Priorität. Daher musste er das Impfzentrum wider Willen verlassen.

Fehler vermeiden

„Diese Fehler führen immer wieder zu Streitigkeiten und zu langen Warteschlangen“, weiß Georg Dümmler von der Terminvergabe. Weil aber nie Impfstoff weggeworfen werde, müsse er dann spät am Abend noch kurzfristig Termine vereinbaren. Daher bittet er die Menschen, nur korrekte Angaben zu machen. Auch aktuelle Infektionen oder vorherige Immunisierungen sowie Impfungen seien problematisch. Bei telefonischen Nachfragen stehe das Impfteam auch am Wochenende mit Rat und Tat zur Seite. DTr

 

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