Fachtagung in Bayreuth Ideen für starke Regionen von morgen

Wie bleiben Regionen zukunftsfähig, wenn die Bevölkerung älter wird, die Ortskerne leer und Klimaanpassung immer wichtiger? Auf einer Tagung diskutierten Fachleute über Lösungen.

Bei der Fachtagung „Regio.PULS“ im Evangelischen Zentrum standen Themen der regionalen Transformation und Resilienz im Mittelpunkt. Foto: Markus Gellert

Wie werden Regionen widerstandsfähig und fit für die Zukunft? Mit dieser Frage hat sich die Fachtagung „Regio.PULS: Die Region von morgen – resilient und kreativ!“ im Evangelischen Zentrum beschäftigt. Eingeladen hatte das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Teilgenommen haben Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Regionalmanagement aus ganz Franken.

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Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen der Regionalentwicklung – zum Beispiel eine älter werdende Bevölkerung und weniger junge Menschen, Veränderungen in der Wirtschaft, Anpassungen an den Klimawandel und die Frage, wie Ortskerne wieder belebt werden können. Ziel war es, konkrete Lösungen zu erarbeiten und die Erfahrungen der Menschen vor Ort einzubeziehen.

Region im Wandel

Nach der Begrüßung durch Muna Kopfmüller startete die Arbeit in fünf thematischen Gruppen. Dort diskutierten Fachleute zu den Bereichen Bevölkerung und Gesundheit, Veränderungen in der Region, Klima und Natur, Tourismus und Kultur sowie leerstehende Gebäude. Moderiert wurden die Gespräche von erfahrenen Regionalmanagerinnen und -managern.

Die Ergebnisse wurden anschließend vorgestellt. Pro Gruppe wurden fünf zentrale Aussagen formuliert. Deutlich wurde: Die Probleme hängen oft zusammen. Gleichzeitig gibt es viele konkrete Ideen, um Regionen besser aufzustellen.

Viele Themen wurden besprochen

Visualisiert wurden die Ergebnisse auf einer Frankenkarte, auf der Chancen, Probleme und mögliche Lösungen eingezeichnet wurden. Diese diente als Grundlage für einen Expertendialog. Hanno Kempermann vom Deutschen Institut der Wirtschaft ordnete die Ergebnisse ein.

Themen waren unter anderem gut funktionierende Netzwerke, die Rolle von Forschung, die Bedeutung ländlicher Räume sowie der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Auch der Umbau hin zu klimafreundlicherem Wirtschaften und knappe Kassen in den Kommunen wurden angesprochen.

Landräte in einer Diskussion

Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Regionalentwicklung für die Zukunft Bayerns. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Landräte Oliver Bär (Hof), Florian Wiedemann (Bayreuth) und Sebastian Straubel (Coburg) über die Umsetzung in der Praxis. Ein zentrales Ergebnis: Wichtig sind langfristige Pläne, gute Zusammenarbeit und ein enger Austausch zwischen allen Beteiligten.

Die Tagung zeigte insgesamt, dass in Franken viele engagierte Menschen, stabile Strukturen und kreative Ideen vorhanden sind. Um dieses Potenzial zu nutzen, müssen die Akteure besser vernetzt und ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden.