Ein anderes Beispiel: An der Alten Poststraße wurden vor kurzem zwei alte Ahornbäume gefällt. Manchen gefiel das, manchen nicht. „Ich bin froh, dass die Bäume weg sind“, sagt Gunda Hartmann. Sie ist eine der Nachbarn der inzwischen nicht mehr existenten alten, rund 70 Jahren alten Bäume. „Mein Mann hatte bereits vor fünf Jahren einen Brief an die Stadt Pegnitz geschrieben. Er wollte, dass die Bäume gefällt werden. Immer wieder sind bei Stürmen Äste abgebrochen und auf die Straße gefallen“, fügt sie hinzu und meint, dass sie sich jetzt sicherer fühlt. Eine andere Anwohnerin, Ottilie Weih, deutet auf ein Haus auf der Straßenseite gegenüber: „Dort ist schon einmal ein Baum in das Vordach gekracht. Bereits im August haben die Bäume ihr Laub verloren. Das ist schon so richtig, dass die jetzt weggemacht wurden“, sagt sie. Nicht überall stoßen Baumfällarbeiten auf Wohlwollen. Denn wenn es um Bäume geht, dann wird von der Bevölkerung ganz genau aufgepasst. „Naja, in der Alten Poststraße gab es auch schon Anwohner, mit denen ich ganz schön heftige Diskussionen hatte. Die gibt es aber immer“, erklärt Rudolf Zeilmann. Der Forstbetriebswirt muss bestimmen, ob der Trupp mit der Motorsäge anrücken kann oder nicht. Oft macht er sich mit seiner Entscheidung auch zum Buhmann. Meistens helfe es jedoch, sagt Zeilmann, wenn man den Bürgern ganz vernünftig erklärt, warum Bäume gefällt werden müssen. Es gäbe aber auch immer wieder Situationen, in denen alle Erklärungen nichts nutzen.