Obwohl es eigentlich nicht zu den vertraglichen Pflichten gehört, ergänzt Haspo die bewegten Bilder nämlich durch einen professionellen Kommentar. Am Mikrofon wird Dirk Feustel sitzen, der als freier Journalist schon viel Erfahrung mit unterschiedlichen Formen von Sportberichterstattung gesammelt – im Fernsehen als Moderator bei Oberfranken TV ebenso, wie im Radio unter anderem beim Fan-Kanal des 1.FC Nürnberg. In den Anfangszeiten der regelmäßigen Fernseh-Übertragungen aus der Basketball-Bundesliga hatte er auch schon hin und wieder mal ein bundesweites Publikum. Den Haspo-Anhängern ist er als langjähriger Hallensprecher ohnehin ein Begriff.

„Ich mache das ehrenamtlich aus Freundschaft zum Verein“, erklärt Feustel und schmunzelt. „Wie ja alles ehrenamtlich ist bei Haspo – sogar das Spielen.“ Das ändere aber nichts an seinen professionellen Ansprüchen an diese Arbeit: „Ich mache so was seit 20 Jahren und habe eine Vorstellung davon, wie es aussehen muss.“ Für die Bildqualität garantiere der seit vielen Jahren als Kameramann bei den Haspo-Videos bewährte Redi Redetzky, und zur Verstärkung am Mikrofon hole er einen Experten als Co-Kommentator hinzu: Marc Brückner wird dabei sein, der seit dem Ende seiner Laufbahn als einer der besten Bayreuther Torhüter aller Zeiten immer wieder als Trainer in verschiedenen Konstellationen Akzente gesetzt hat. Für die bis heute einmalige Qualifikation einer Bayreuther Mannschaft für die Jugend-Bundesliga im Jahr 2014 war er ebenso mitverantwortlich, wie zuletzt für den Aufstieg der Männer in die 3. Liga.

Trotz dieser lokalpatriotischen Besetzung steht für Dirk Feustel aber die Pflicht zur objektiven Berichterstattung außer Frage: „Vielleicht werden wir uns über ein Bayreuther Tor schon etwas mehr freuen als über eines für den Gegner, aber sicher wird niemand Super-Haspo brüllen. Wir wollen auch für neutrale Zuschauer oder Anhänger der Gäste etwas bieten.“ Dabei denkt er auch daran, dass der Livestream kostenpflichtig ist und die Akzeptanz daher nicht zuletzt von der Qualität abhängt: „Diese Verantwortung nehmen wir wahr.“