EVP: Lösbare Aufgaben zum Auftakt

„Die Saison beginnt noch einmal neu. Wir müssen die Vorrunde vergessen und mit aller Macht um den Klassenerhalt kämpfen“ – Vaclav Drobny, der Trainer des EV Pegnitz, weiß um die Bedeutung der finalen Saisonphase. Für die Ice Dogs startet die Bayernliga-Abstiegsrunde mit einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Geretsried und einem Auswärtsspiel in Pfaffenhofen.

Wird trotz Leistenbeschwerden zum Start der Abstiegsrunde dabei sein: der Pegnitzer Routinier Markus Schwindl (links). Foto: Andreas Beil Foto: red

EV Pegnitz – ESC Geretsried (Freitag, 19.30 Uhr): Gegen das Schlusslicht haben die Pegnitzer die Chance, ihre durchwachsene Heimbilanz von nur fünf Siegen aus 13 Spielen aufzupolieren. Einen Schlüssel zu einem perfekten Einstand in die Abstiegsrunde sieht Trainer Drobny in der Reduzierung der Strafminuten. „Wir müssen disziplinierter auftreten, unnötige Strafzeiten wegen Reklamierens oder unnötigen Fouls im gegnerischen Drittel vermeiden und vor allem unsere zahlreichen Chancen besser nutzen.“

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Eines ist für ihn ebenfalls klar: „Die Gegner werden jetzt, da es um alles oder nichts geht, ganz anders auftreten als bisher. Wir dürfen uns deshalb wegen unserer zwei Siege gegen Geretsried nicht zu sicher fühlen.“

Schwindl wieder im Kader

Zuversichtlich ist der Coach, dass das komplette Team zur Verfügung stehen wird. Die Verletzungen von Stefan Ramoser, Sergej Hausauer und Marco Zimmer aus dem Spiel in Buchloe sollten ausgeheilt sein, Markus Schwindl wird trotz seiner Leistenbeschwerden die Zähne zusammenbeißen.

Auch wenn die River Rats in der Vorrunde nur vier Punkte gegen die jetzigen Konkurrenten geholt haben, so darf doch nicht vergessen werden, dass sie auf der anderen Seite gegen Höchstadt zwei Mal gewonnen und insgesamt 18 Tore erzielt haben. Sie gelten zudem als auswärts stärker als zuhause und hatten oft äußerst knapp das Nachsehen. Personell ist die Lage in Geretsried eher durchwachsen. Einige Spieler fallen längerfristig aus, andere kehren nach langer Pause zurück, wie etwa Max Hüsken.

Neu zum Kader stößt mit Anderl Hölzl ein Abwehrhüne und Rückraumschütze aus dem 1b/U24-Team der River Rats. Er soll der schlechtesten Verteidigung der Hauptrunde mehr Stabilität verleihen.

EC Pfaffenhofen – EV Pegnitz (Sonntag, 17.30 Uhr): Anders als Geretsried, das sich zum Vorrundenfinale mit 3:5 Toren gegen Meister Lindau achtbar aus der Affäre zog, haben die Icehogs gegen Waldkraiburg eine 5:13-Pleite einstecken müssen.

Noch schwerer wiegt, dass sich dabei der Tscheche Martin Kuritko eine Bänderverletzung in der Schulter zugezogen hat, die für ihn das vorzeitige Saisonende bedeuten kann. Ein schwacher Trost ist, dass mit Robert Gebhardt und dem bisherigen Co-Trainer Franz Birk zwei Langzeitverletzte ihr Comeback feierten.

Auch gegen die Pegnitzer hofft Trainer Löwenberger wieder vier Reihen einsetzen zu können, um endlich einen Sieg einzufahren. In der bisherigen Saison mussten zwei Niederlagen gegen den EVP quittiert werden, wobei die letztere besonders schmerzhaft war, weil die Punkte nach einer 5:0-Führung im ersten Drittel noch abgegeben werden mussten. Die Ice Dogs andererseits schöpfen Hoffnung aus diesem „Wunder von Pfaffenhofen“, wollen es aber diesmal nicht so spannend machen. rr