Evi Weiss und Elke Flierl haben eine neue Würzmischung entwickelt Das peppt die Flinderer-Routine auf

Von Luisa Degenhardt

Evi Weiss und Elke Flierl haben eine Würzmischung entwickelt, die ein bisschen Abwechslung in den Flinderer-Alltag bringen soll. Die Würzmischung schmeckt kräftig. Vor allem nach Brühe und Malz, mit einer leichten Schärfe. Die intensiv gelbe Farbe kommt von der Kurkuma, die als natürlicher Farbstoff dient. Denn so habe es dieselbe Farbe wie Bier, so Evi Weiss.

Evi Weiss von der Böheim-Brauerei mit ihrer neuen Flinderer-Würzmischung.⋌Foto: Luisa Degenhardt Foto: red

Als „Spezialität mit Malz und einem runden, kräftigen Aroma, die zum Flinderer gegessen werden kann“, beschreibt Evi Weiss die Kreation. Auf dem Etikett wird die Mischung als „Flinderer-Bier-Dipp“ bezeichnet. Damit sie diesen Namen auch zu Recht tragen kann, enthält sie 20 Prozent Malz. Zudem ist kein Glutamat drin. „Das Seidl Bier wird dadurch rund“, meint Weiss.

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Viel ausprobiert

Die Idee für die Würzmischung hatte Evi Weiss von Getränke Weiss in Auerbach vergangenen Sommer. „Ich habe mir überlegt – was passt zum Bier? Damit es auch mal etwas Vegetarisches sein kann“, erzählt die 61-Jährige. Außerdem, sagt sie, dass immer nur Bier zum Flinderer langweilig sei. Es folgte eine Zeit des Ausprobierens.

Im Internet recherchiert

Elke Flierl, ihre rechte Hand im Betrieb, hat im Internet recherchiert und Kochbücher gewälzt. „Es hat viel Zeit gebraucht, bis das gewachsen ist“, so Evi Weiss.

Fünf, sechs verschiedene Mischungen wurden kreiert, manchmal haben nur Weiss und Flierl diese verkostet, ein anderes Mal hat sie ihre Mitarbeiter im Betrieb probieren lassen. Auch ein Hersteller musste erst gefunden werden, die Wahl fiel auf einen Gewürzproduzenten in Schnaittach. Dass sie als Auerbacherin eine Flinderer-Würzmischung kreiert hat, hat einen einfachen Grund: „Wir haben die Böheim-Brauerei.“ Und die braut jedes Jahr Jahr ein Flinderer-Bier.

Vielseitig einsetzbar

Laut Evi Weiss ist ihre Kreation vielseitig einsetzbar. Vermenge man einen Löffel der Gewürzmischung mit 200 Gramm Joghurt, Crème fraîche oder Schmand, erhalte man einen cremigen Dipp. Auch als Butter – im selben Mischverhältnis – lässt sich die Mischung zum Grillen verwenden oder aufs Brot schmieren. Und wer es dann doch lieber fleischlastig mag, kann mit geschmacksneutralem Öl eine Marinade anrühren. Sie empfiehlt das „echte Schmankerl mit Malz“, wie es auf dem Etikett heißt, zum Grillen. Bei der Landesgartenschau vergangene Woche hatte der Flinderer-Bier-Dipp seine Premiere. „Wir waren ausverkauft“, sagt Weiss. Ein schönes Gefühl sei das gewesen, als ihr Produkt über den Tisch ging.

Sie selbst mag es am liebsten mit Schmand und Milch als Dipp. Doch auch als Butter hat sie es gern. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.“ Ihr Mann Martin Weiss hat die Mischung natürlich auch schon probiert. „Ich freue mich, wenn so was rauskommt. Ich war skeptisch, ob es angenommen wird, aber es war ein Volltreffer“, sagt er.

INFO: Den Flinderer-Bier-Dipp gibt es für 4,50 Euro pro 100 Gramm bei Elke Zucht im Getränkestadl in der Robert-Koch-Straße in Pegnitz.