Erstes Haspo-Heimspiel Gäste aus bestem Nachwuchs im Land

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Bundesliga-tauglich: Kein Spieler aus der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin war in der vergangenen Saison häufiger bei den Profis im Einsatz als Max Beneke (Mitte). 17 Spiele absolvierte der Linkshänder in der HBL (hier gegen TVB Stuttgart) und erzielte dabei 17 Tore. Der Nachteil für das Drittliga-Team: Dort blieb nur Zeit für elf Einsätze – mit starken 70 Treffern. Foto: Imago/Daniel Lakomski

Gleich die Heimpremiere von Haspo Bayreuth in der neuen Drittliga-Staffel Ost hat besonderen Reiz. Gast ist nämlich die bestens ausgebildete zweite Mannschaft des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin.

Jetzt beginnt die Handball-Saison in der 3. Liga für Haspo Bayreuth erst richtig. Nach der knappen Niederlage zum Auftakt beim Oranienburger HC (27:30) kommt zur Heimpremiere am Samstag um 19.30 Uhr im Schulzentrum Ost gleich einer der reizvollsten neuen Gegner in der Gruppe Ost: Die zweite Mannschaft des Bundesliga-Spitzenklubs Füchse Berlin kann schließlich auf hervorragend ausgebildete Spieler bauen, die aus der besten Jugendarbeit in Deutschland hervorgegangen sind.

Seit 2010 haben die Jungfüchse 13 Deutsche Meisterschaften in A- oder B-Jugend gewonnen – 2021 sogar das Double in beiden Altersklassen. Dieses vielfach ausgezeichnete Nachwuchsprogramm bringt entsprechend regelmäßig junge Spieler in den Profisport. Kopf und Macher des Systems ist der langjährige Füchse-Manager Bob Hanning. Darin einbezogen ist mittlerweile auch der VfL Potsdam, den Hanning persönlich als Trainer in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga geführt hat. Damit können die Berliner nun Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Talente bieten in allen Leistungsbereichen von der 1. bis zur 3. Liga.

Nach Potsdam musste die zweite Mannschaft der Füchse allerdings schon während der zurückliegenden Saison einige Leistungsträger abgeben, unter anderem ihren Toptorschützen Moritz Sauter, der ursprünglich vom HC Erlangen kommt. Auch der ebenfalls erst 19 Jahre alte Linkshänder Max Beneke, der im Vorjahr schon häufiger in der HBL als in der 3. Liga gespielt hat (17 Einsätze gegenüber elf), trug beim kürzlichen Zweitliga-Saisonstart das Trikot des VfL Potsdam. Die Besetzung der Jungfüchse wird sicher auch weiterhin öfter wechseln.

Das ändert aber nichts daran, dass sie in der 3. Liga ein beständiger Faktor sind. Die vergangene Spielzeit beendeten sie genau wie Haspo auf dem dritten Platz ihrer Staffel (A) – übrigens unmittelbar vor dem Oranienburger HC, den sie zweimal besiegten. Die von Ex-Profi Aaron Zierke trainierte Mannschaft rang dabei dem Kooperationspartner Potsdam ein Unentschieden ab.

Haspo traf im letzten Jahr bei einem Vorbereitungsturnier in Leipzig auf die Jungfüchse und gewann damals mit einem Tor – wirklich alles deutet also auf ein Duell auf Augenhöhe hin. Einen kleinen Vorteil haben die Bayreuther vielleicht dadurch, dass sie die Unsicherheit des allerersten Spiels schon hinter sich haben. Auf der anderen Seite können sich die Berliner aber anhand der Videoaufzeichnung von diesem Spiel gezielter auf die Partie vorbereiten. Viel wird in jedem Fall davon abhängen, ob es den Bayreuthern gelingt, ihre Fehlerquote im Vergleich zum ersten Spiel zu reduzieren. Hilfreich ist dabei, dass ein paar Blessuren, die so manchen Leistungsträger bis kurz vor den Saisonstart plagten, allmählich ausgestanden sind. Im Tor wird wieder Vincent Plötz aus der zweiten Mannschaft zur Unterstützung von Tizian Braun dabei sein, weil Arthur Wetz beruflich nicht in Bayreuth ist.

 

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