Erster Uni-EU-Tag Forschung mit Hilfe der Europäischen Union

Das EFRE-Projekt Oberfranken 4.0 unterstützt kleine und mittlere Unternehmen für Lösungen im Bereich Industrie 4.0. Der Transfer von Technologien und Konzepten erfolgt über eine eigene Anwenderfabrik. Foto: red

BAYREUTH. Europa? Das ist doch Brüssel, oder? Was hat das mit Oberfranken zu tun? Dass viele Forschungsprojekte ohne finanzielle Unterstützung der Europäischen Union nicht möglich wären, soll der erste EU-Tag am 27. September an der Universität Bayreuth zeigen.

Die Europäische Union unterstützt die Forschungstätigkeit der Hochschulen maßgeblich. Die EU sei eine der wichtigen finanziellen Säulen, die Forschung an der Universität Bayreuth überhaupt möglich mache. "Viele haben nur wenig Vorstellung davon, was in den EU-Projekten passiert", sagt Stefan Freiberger, der den ersten EU-Tag an der Uni organisiert. "Deshalb wollen wir der Öffentlichkeit unsere Vorhaben zeigen." Denn über diese Vorhaben werde ein ständiger Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gewährleistet. 

Dafür gibt es eine Vielzahl von Programmen, zum Beispiel den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF) oder das europäische Austauschprogramm Erasmus.

Über zwanzig EU-Projekte

Mehr als zwanzig solcher EU-geförderter Projekte laufen an der Universität Bayreuth: Dazu gehört das Anwendungszentrum 3D-Druck Oberfranken, die Glas-Technologie-Allianz Oberfranken Ostbayern, die Anwenderfabrik Oberfranken 4.0, das Unterrichtsprogramm Creations. Schulstudien befassen sich mit Schulen als Schlüsselzentren der Gesellschaft oder lassen Schüler Marsexpeditionen über eine neue Lehr-Lern-Plattform planen. Andere Vorhaben beschäftigen sich mit Migration und Integration in der bayerisch-tschechischen Grenzregion und mit grünen Biopolymeren. Dabei werde versucht, so Freiberger, die Praxis mit den neuesten Verfahren und Methoden und aktuellsten Forschungsergebnissen zu vernetzen. Für den Wissensaustausch zwischen Hochschule und Wirtschaft steht die auch teilnehmende Campus-Akademie mit ihren Weiterbildungsangeboten. 

Wertvolles Wissen

Damit könne die Universität Bayreuth Triebfeder für die Innovation in Unternehmen oder Schulen in Oberfranken sein. Wertvolles Wissen für die Menschen in der Region entstehe an der Universität Bayreuth dank finanzieller Förderung durch die EU. "Ohne EU-Mittel würde es einen Großteil der Projekte nicht geben, weil sie überhaupt nicht starten würden." Millionen von Euro würden somit jährlich an die Uni transferiert. Die Antragssteller müssten genau definieren, was sie vorhaben und wie sie das Geld verwenden. Darüber sei regelmäßig ein genauer Nachweis zu erbringen. "Die Vergaberegeln sind streng, aber das ist auch gut so", sagt Freiberger.

120 Interessenten hätten sich bisher für den EU-Tag angemeldet. Kurzpräsentationen, Technikdemonstrationen und praktische Beispiele sollen veranschaulichen, welches Potenzial in den EU-Projekten steckt. "Der EU-Tag ermöglicht, in kurzer Zeit in viele spannende Projekte einzutauchen, sich mit unseren Experten oder Kollegen zu vernetzen und neue Ideen für das eigene Unternehmen zu entwickeln", heißt es in der Einladung der Universität.

Der EU-Tag beginnt am Donnerstag, 27. September, um 14 Uhr in den Rechst- und Wirtschaftswissenschaften, Hörsaal 24. Im Anschluss gibt es Austellungen und Führungen an der FAN C/Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD, in Foyer und Technikum am Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik und an der Campus-Akademie, FAN D/Lehrstuhl Biomaterialien. Um 17.30 Uhr ist zum Abschluss eine Podiumsdiskussion zu den EU-Projekten im Gebäude RW 1 geplant.

 

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