Erlanger Plagiatsjäger findet in Dr. Klaus Leipzigers Doktorarbeit eine einzige Stelle Mollaths Gutachter Leipziger unter Plagiatsverdacht

KLaus Leipziger, Chefarzt der Forensik am BKH Bayreuth Foto: Bayerl

Der Erlanger Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder behauptet, dass Klaus Leipziger bei seiner Doktor-Arbeit abgeschrieben habe. Allerdings ist die Beweislage sehr dünn. Denn Heidingsfelder, der für die Piraten bei den Wahlen antritt, will nur eine einzige Stelle gefunden haben.

Trotzdem hat Heidingsfelder den Gutachter von Gustl Mollath und den Leiter der Forensik in Bayreuth der Universität in Ulm angezeigt, wo Leipziger seine Doktorarbeit geschrieben hat. Leipziger möchte noch keine Stellung dazu nehmen, weil er erst „konkreter informiert sein" will. „Noch liegen mir keine Kritikpunkte vor." Heidingsfelder war zu einer Stellungnahme gegenüber dem Kurier gar nicht bereit.

http://politplag.de/index.php/Free-Gustl-Mollath

In seiner Pressemitteilung heißt es: „Bereits bei einer ersten kurzen Lektüre der ,Dissertation'  von Klaus Leipziger entdeckten wir ein eindeutiges Plagiat." Er will unter http://politplag.de/index.php/Free-Gustl-Mollath in Kürze „ein Beispiel dokumentieren". Er behauptet weiter: „Aufgrund unserer Erfahrung bei der Plagiatssuche gehen wir davon aus, dass diese Arbeit noch etliche weitere Fälle derart unredlicher wissenschaftlicher Arbeitsweise enthält." Er wolle „in den kommenden Wochen weitere  Plagiate aus dieser Arbeit dokumentieren."

Nach Informationen des Kuriers soll ein Zitat in der Arbeit Leipzigers nicht als solches gekennzeichnet sein.

Schon länger versuchen die Unterstützer von Gustl Mollath, die Glaubwürdigkeit der Personen zu beschädigen, die verantwortliche Positionen in dem Fall haben, wie dessen Ex-Frau Petra M. oder eben sein Gutachter Klaus Leipziger. Sie halten ihn für „schwer befangen", auch seine Ablösung wurde schon gefordert. Manfred Riebe, der Betreiber der Internet-Seite Nürnberg-Wiki behauptet seit Monaten, Leipziger sei aufgrund seines Studiums nicht qualifiziert.

Professioneller Plagiatsjäger

Anfang 2011 stieg Martin Heidingsfelder in die Plagiatssuche ein. Bundesweit bekannt wurde er durch seine Gründung von VroniPlag Wiki, von ihm benannt nach der Stoiber-Tochter Veronica Saß. Seit Ende 2011 ist Martin Heidingsfelder als Plagiatssucher unternehmerisch tätig und durchsucht derzeit mit seinen Mitarbeitern knapp 20 Dissertationen pro Monat auf Plagiate.

 

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