England: Wagner gelingt Aufstiegscoup

Dem deutschen Trainer David Wagner gelingt mit dem englischen Zweitliga-Außenseiter Huddersfield Town die Sensation. Nach 45 Jahren kehren die Terriers in der erste Liga zurück und freuen sich nun auf sehr viel Geld.

Playoff-Finale zum Aufstieg in die Premier League, Huddersfield Town - Reading FC in London: Huddersfields Trainer David Wagner jubelt nach dem Sieg mit dem Pokal. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa Foto: red

Ein bisschen mitgenommen sah David Wagner nach dem größten Triumph seiner Trainerkarriere aus. «Ich wurde mit Champagner übergossen, tut mir leid», entschuldigte sich der deutsche Coach nach dem geglückten Aufstieg mit Huddersfield Town und ausgelassenen Feierszenen auf dem Rasen. «Aber dieser Club war 45 Jahre lang nicht in der ersten Liga und ich bin so glücklich und stolz auf meine Spieler.» Kurz zuvor hatte Wagner im Wembley Stadion einen echten Aufstiegs-Krimi erlebt.

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Vor 76 682 Zuschauern, darunter Schauspieler Sir Patrick Stewart («Star Trek: Das nächste Jahrhundert») und rund 39 000 Huddersfield-Fans, hatten sich die Terriers im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen den FC Reading durchgesetzt. «Es ist doch das Einfachste, den Ball aus elf Metern ins Netz zu schießen», scherzte Wagner.

Seinen Spielern habe er gesagt: «Wir haben zehn Monate gearbeitet und jetzt habt ihr die Chance, in die Premier League zu kommen, in dem ihr den Ball aus elf Metern reinschießt. Das ist doch eine leichte Aufgabe.»

"Sie sind jetzt wirklich Legenden"

Wagner ist der erste ausländische Trainer, der ein Finale der Championship-Playoffs gewinnt. Die «Wagner-Revolution», von der in Huddersfield schon während der Saison gesprochen wurde und die auf T-Shirts vermarktet wird, ist damit perfekt.

«Ich schätze, ich muss der Marketing-Abteilung, die sich das ausgedacht hat, ein Kompliment machen», räumte der 45-Jährige nun ein, obwohl er den Begriff unpassend findet, «denn es geht ja nicht nur um eine Person.»

Viel lieber sprach der frühere U23-Coach von Borussia Dortmund über seine Mannschaft. «Ich hab meinen Spielern vor den Playoffs gesagt, dass sie Helden sind», erklärte Wagner. «Und hier hab ich ihnen gesagt, dass sie die Möglichkeit haben, Legenden zu werden. Und das haben sie geschafft. Sie sind jetzt wirklich Legenden.» Am Dienstag sollen die Spieler zuhause bei einer Parade gefeiert werden.

dpa

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