Eltern und Kita im Visier Misshandlungsfälle erschüttern die Region

Redaktion
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Zwei unterschiedliche Misshandlungsfälle sorgen in Nachbarlandkreisen für Aufregung.

Auerbach/Pegnitz - Zu einer schweren Misshandlung eines Neugeborenen kam es in einer trotz Presse-Nachfrage nicht näher bezeichneten Stadt im nördlichen Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Tat ereignete sich bereits am 23. September. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen übernommen. Gegen den 23-jährigen Vater und die 22-jährige Mutter des Kindes wurden Haftbefehle erlassen.

Am Tattag gegen 20.45 Uhr gab es in der oberpfälzer Stadt einen Notarzteinsatz. Laut Mitteilung kam es zu einem Atemstillstand bei einem erst wenige Wochen alten Mädchen. Das Kind konnte reanimiert werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ersten Erkenntnissen zufolge wies das Kind schwere Verletzungen auf, die auf eine Misshandlung hindeuteten. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat deshalb in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gelten die Eltern als tatverdächtig.

Sie wurden vorläufig festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Amberg am Freitag, 24. September, dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen die Eltern wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Die Eltern befinden sich seitdem in Justizvollzugsanstalten. Das Kind wurde in der Zwischenzeit aus dem Krankenhaus entlassen und befindet sich bei einer Pflegefamilie.

Noch ziemlich am Anfang sind die polizeilichen Ermittlungen bei den Gewaltvorwürfen in der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Waischenfeld. „Die Anzeige ist erst am Montag bei uns eingetroffen“, bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken auf NN-Anfrage. Inzwischen hat von der Bayreuther Kriminalpolizei das Kommissariat K1 die Ermittlungen aufgenommen. Mit ersten Ergebnissen wird allerdings erst in einigen Tagen gerechnet.

Laut Polizeiangaben soll es sich nach bisherigen Erkenntnissen nur um einen einzigen Fall von Gewalt gegenüber einem anvertrauten Kind handeln. Beunruhigte Eltern von Kita-Kindern hoffen auch auf der turnusmäßigen Elternversammlung am Mittwoch, 27. Oktober, auf Antworten auf ihre Fragen zu dem Tatvorwurf.

 

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