Elbphilharmonie Klimaaktivisten kleben sich an Dirigentenpult fest

suj/epd
„Es wird keine Elbphilharmonie mehr geben [...], wenn Hamburg unter Wasser steht“, mahnen die Aktivisten. (Archivbild) Foto: dpa/Christian Charisius

Erst saßen zwei Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ im Publikum der Hamburger Elbphilharmonie, dann klebten sie sich selbst am Dirigentenpult fest. Mit ihrem Protest wollen die Aktivisten auf die Dringlichkeit der Klimakatastrophe aufmerksam machen.

Kurz vor Beginn eines Beethoven-Konzertes in der Hamburger Elbphilharmonie haben sich zwei Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ am Mittwochabend am Dirigentenpult festgeklebt. Zuvor hätten die 34-jährige Frau und der 21-jährige Mann im Publikum gesessen, teilte die Hamburger Polizei am Donnerstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit. Mitarbeitende der Elbphilharmonie hätten beide Klimaaktivisten gelöst und aus dem Saal gebracht. Die Polizei erteilte einen Platzverweis. Weitere polizeiliche Konsequenzen gebe es nicht, da keine Straftat vorliege, hieß es.

Warnung vor überfluteter Hansestadt

Die mit Warnwesten bekleideten Aktivisten forderten vor dem Violinkonzert der Sächsischen Staatskapelle zum Widerstand gegen die Klimapolitik der Regierung auf. „Genau wie es nur ein Geigenkonzert von Beethoven gibt, haben wir nur diesen einen Planeten, dessen Grenzen wir so sehr missachten, dass klimabedingte Katastrophen häufiger und tödlicher werden“, sagte die an dem Protest beteiligte Aktivistin in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Die Klimakatastrophe werde kollektiv verdrängt, und Menschen würden damit „unseren Kindern ein Leben in Sicherheit und Frieden wegnehmen“. „Es wird keine Elbphilharmonie mehr geben, um Beethoven zu genießen, wenn Hamburg unter Wasser steht“, warnte die Frau.

 

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