Eishockey-Landesliga Ice Dogs nehmen Aufstiegsrunde ins Visier

(1)

Während der EV Pegnitz Segel gesetzt hat in Richtung Aufstiegsrunde der Landesliga, ist die Abstiegsrunde für den EHC Bayreuth kaum mehr zu vermeiden. Nach der 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)-Niederlage des EHC gegen den EV Moosburg beträgt der Abstand des Bayreuther Teams zu Rang vier nach wie vor satte neun Punkte. Die Ice Dogs hingegen verkürzten den Rückstand dank ihres 8:6-Erfolgs über Waldkirchen auf nur noch einen Zähler.

Eishockey -

EHC Bayreuth – EV Moosburg 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

Ein halbes Dutzend Pfosten- und Lattenschüsse, vornehmlich durch Marco Zimmer und Andreas Geigenmüller, aber auch Überzahlsituationen, die kaum Gefahr für das von Maximilian Engelbrecht sicher gehütete Moosburger Tor bedeuteten: Es war das schwache Offensivspiel, das dem EHC die Tour vermasselte. „Die Vorstellung an sich war keineswegs enttäuschend, aber nach vorne hatten wir einfach die Kacke am Schläger“, brachte es EHC-Vorsitzender Michael Schwellengreber auf den Punkt. Letztlich habe das effizientere Team gewonnen. „Gemessen an den Spielanteilen hätte die Partie auch 7:3 für uns ausgehen können.“

So waren die Treffer von Max Retzer (13.) und Stefan Groß (32.) nicht mehr zu korrigieren. Wobei selbst eine fünfminütige Strafe gegen Retzer in der 53. Minute kaum Gefahr für das Gästetor heraufbeschwor. „Ich glaube, wir haben in dieser Phase keine zweimal aufs Tor geschossen. Das war ziemlich enttäuschend“, musste der EHC-Vorsitzende eingestehen, der aber vom Geschehen außerhalb der Bande viel Positives zu berichten hatte. Nicht nur, dass er mit den 256 Zuschauern angesichts der 2G-plus-Regel sehr zufrieden war, auch die eingerichteten zwei Teststationen seien gut frequentiert gewesen. „Und noch dazu ist alles reibungslos gelaufen. Die Wartezeiten haben sich auch sehr in Grenzen gehalten. Das werden wir für die nächsten Spiele so beibehalten.“

Tore: 0:1 (13.) Retzer, 0:2 (32.) Groß; Strafminuten: Bayreuth 4, Moosburg 17.

EV Pegnitz – ESV Waldkirchen 8:6 (4:3, 3:2, 1:1)

Die Niederbayern, die mit fünf Ausländern und mit dem DEL2-erfahrenen Andreas Gawlik (ehemals Deggendorfer SC und EV Landshut) angereist waren, sahen sich vor nur 65 Zuschauern sehr spielfreudigen Pegnitzern gegenüber. Die Ice Dogs lagen auch dank zweier Überzahltore von Daniel Sonnenberg nach einem wilden ersten Drittel mit 4:3 in Front.

Der zweite Abschnitt ging so weiter, wie der erste geendet hatte. Paul Wolf (23.) und Sven Adler (28.) sorgten für das zwischenzeitliche 6:3. Doch der immer gefährliche Thomas Vezina setzte dem EVP ordentlich zu. Er war auch an den beiden nächsten Toren der Gäste innerhalb von 59 Sekunden (33., 34.) maßgeblich beteiligt. Doch die Pegnitzer hatten vor der Drittelsirene die richtige Antwort. Magnus Enk traf in der 38. Minute zum 7:5.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels wurde es wieder spannend, als Andreas Gawlik auf 6:7 verkürzte. Der Vorlagengeber zu diesem Treffer, Thomas Vezina, wurde danach unglücklich von der Scheibe am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus. Dies stoppte die Angriffsbemühungen der Waldkirchener merklich; so konnten sie den jungen Kilian Schauer im Kasten des EVP nicht mehr bezwingen. Den Schlusspunkt setzte Roman Navarra in der 55. Minute zum 8:6-Endstand. „Es freut mich, dass Roman getroffen hat“, sagte der Pegnitzer Coach Markus Hausner und fügte an: „Denn er war schon am Verzweifeln.“

Tore: 1:0 (6.) Holomek, 1:1 (8.) Pichler, 2:1 (17.) Sonnenberg (5 gegen 4), 3:1 (18.) Sonnenberg (5 gegen 4), 3:2 (18. ) Vierlinger, 4:2 (19.) Dzemla, 4:3 (19.) Zechmann, 5:3 (23.) Wolf, 6:3 (28.) Adler, 6:4 (33.) Vezina, 6:5 (34.) Bojer, 7:5 (38.) Enk, 7:6 (43.) Gawlik, 8:6 (55.) Navarra; Strafminuten: Pegnitz 10, Waldkirchen 14.

Autor

 

Bilder