Eisenbahnfreunde planen Ausstellung

Der harte Kern der Pegnitzer Eisenbahnfreunde tüftelt an einer Kehrschleife, die bei der Modellbahnausstellung vom 29. bis 31. Oktober in die Strecke eingebaut wird. ⋌Foto: Klaus Trenz

Die Eisenbahnfreunde stecken wieder in den Vorbereitungen für ihre alle zwei Jahre stattfindende Modelleisenbahnausstellung. Dafür werden wieder Hunderte Meter Schienenstrecken verlegt sowie an der Elektronik und der Digitalisierung getüftelt.

Auch neue Modellbahnabschnitte werden gezeigt. Drei Tage lang, vom 29. bis 31. Oktober, ziehen die Modellzüge jeweils von 10 bis 18 Uhr ihre Bahnen durch die Christian-Sammet-Halle. Bei der Ausstellung können die Modellbauer zeigen, was sie so draufhaben. Und das ist viel. Immerhin reicht es für dieses Hobby nicht mehr, wenn man es ernsthaft betreiben will, nur Gleise zusammenzustecken und einen Trafo anzuschließen.

Holz- und Landschaftsbau

Diese Zeiten sind vorbei. Der Modelleisenbahner von heute kennt sich mit dem Holz- und Landschaftsbau aus – mit Elektrik und ein wenig Metallbau. Mit einem Computer und einem Smartphone lassen sich die Züge steuern. Im Verein gibt es Spezialisten, die bestimmte Dinge schon fast im Schlaf beherrschen, erklären Thomas Siegel und Thorsten Fuchs, die den Verein leiten. Es handelt sich um ein vielseitiges Hobby, das auch in die moderne Zeit passt: „In den letzten zehn Jahren hat es sich stark entwickelt“, sagt der 29-jährige Fuchs. Jonas Becker ist der einzige Jugendliche Das liegt vor allem an der Digitalisierung. Weil es so vielseitig ist, müsste das Hobby eigentlich junge Leute ansprechen. Was es aber zurzeit nicht tut. Jonas Becker ist der einzige Jugendliche im rund zwölfköpfigen „harten Kern“ des Vereins.

Nachgebaute Wirklichkeit

Der zweite Vorsitzende Fuchs versteht das nicht. Er hat es schwer, Jugendlichen das verstaubte Image aus den Köpfen zu reden, das dem Hobby noch anhaftet. Es war einmal, sagt Fuchs, dass Modelleisenbahn-Liebhaberei bedeutete, dass man zu Weihnachten einen kleinen Zug im Kreis herumfahren ließ. Was der Eisenbahnfreund heute zeigt, sei sehr nah an der Realität: nachgebaute Wirklichkeit im Maßstab 1:87.

Aktuell 26 Mitglieder

„Mit der Ausstellung wollen wir uns dem Publikum präsentieren “, sagt der erste Vorsitzende Thomas Siegel. Außerdem sei es für die aktuell 26 Mitglieder ein Spaß, das mal alles auszuprobieren. Alles – das sind im günstigsten Fall bis zu 50 Modellbaumodule in der Größe von 0,6 auf 1,5 Meter. Schon bei der Gründung des Vereins 1999 hat man die Weichen für diese Art der Bauweise gestellt, die ihre Vorteile hat. Man wollte eine Vereinsanlage, die transportabel ist und leicht wieder auseinander- und zusammengebaut werden kann. Und die jederzeit zu erweitern ist.

Keine großflächige Anlage

So entstehen immer wieder neue Module, die die Anlage entweder erweitern oder mit neuen Attraktionen versehen. Dass man sich nicht für eine großflächige Anlage entschieden hat, erwies sich auch in den Folgejahren nach der Gründung als richtige Entscheidung. Die Eisenbahnfreunde sind schon mehrmals umgezogen. Immer wieder musste man sich auf die Suche nach einem neuen Vereinsheim machen. Mit dem aktuellen an der Brauhausgasse im Pegnitzer Gesundheitshaus ist man jetzt so richtig zufrieden. Man hat verschiedene Räume zum Basteln zur Verfügung, Stauraum und vor allem fließend Wasser und Sanitärräume.

Hobby von den Vätern geerbt

Das war nicht immer so. Wenn man die „Karriere“ von Pegnitzer Modellbauern betrachtet, scheint es so zu sein, dass viele das Hobby von ihren Vätern geerbt haben. Das war jedenfalls bei Siegel, Fuchs und auch Jonas Becker so. Was aber nicht heißt, dass dies eine Voraussetzung für einen Eintritt bei den Eisenbahnfreunden ist. Man findet dort für jeden ein Betätigungsfeld und in die Materie wächst man hinein, erklären Siegel und Fuchs. Der Vorteil, in den Verein einzutreten, liegt auf der Hand. Wen die Faszination der Modelleisenbahn und des Modellbaus packt, ist schnell viel Geld los. Wer in den Verein eintritt, braucht nur den Jahresbeitrag von 60 Euro (Schüler zahlen die Hälfte), um dem Hobby nachzugehen.

Alles mal ausprobieren

„Man braucht nicht gleich Mitglied werden, um das alles mal auszuprobieren“, sagt Siegel. Vorbeischauen kann man bei den Eisenbahnfreunden am besten bei den wöchentlichen Bastelabenden jeden Freitag ab 19.30 im Vereinsheim oder bei den Stammtischen am dritten Samstag im Monat ab 19.30 im Gasthaus am Zipser Berg.

Info: Mehr erfährt man auf der Homepage des Vereins und dort kann man auch leicht Kontakt aufnehmen: www.pegnitzereisenbahnfreunde.de

 

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