Der Hintergrund: Das bayerische Ladenschlussgesetz erlaubt es der Stadtverwaltung, vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr zu genehmigen. Bayreuth hat diesen Regelungsfreiraum nie in Anspruch genommen und sich immer auf zwei verkaufsoffene Sonntage im Jahr beschränkt – in der Regel zum Autofrühling und zum Martini-Markt (2020 am 8. November).

Der Termin am 5. April musste 2020 wegen der Corona-Krise entfallen. Er fiel in die vier Wochen, in denen viele Geschäfte aus Infektionsschutzgründen nicht öffnen durften. „Der Einzelhandel musste hohe Umsatzverluste hinnehmen“, erinnert Stephan Müller, Fraktionsvorsitzender der BG.

„Wir beantragen daher, zu prüfen, inwieweit ausnahmsweise zusätzliche Sonntagsöffnungen möglich sind“, sagt Müller. Soweit dies der Fall sei, sei dies dem Stadtrat zum Beschluss vorzulegen, „um dem Einzelhandel die Chance zu geben, zumindest teilweise entstandene Verluste zu kompensieren.“

Selbstverständlich müssten Gewerkschaften und Kirchen in die Planungen eingebunden werden. Im Interesse der Mitarbeiter könnten die Geschäfte etwa erst mittags öffnen. Da die Auswirkungen der Corona-Krise überall spürbar seien, bittet die BG um kurzfristige Behandlung der Thematik möglichst noch im Monat Juni, „auch um Planungssicherheit für den Einzelhandel zu erreichen“.