Für Johannes Berentzen von der Handelsberatung BBE ist der Erfolg vieler niederländischer Ketten kein Zufall. "Er basiert auf fokussierten Konzepten, Kaufmannsgeist und der cleveren Nutzung der kulturellen Nähe. Was wir vom niederländischen Pragmatismus lernen können, ist der Mut zum Testen." Niederländische Händler seien oft "Meister der Nische". Sie definierten ein klares Kundenversprechen - bei Service, Design oder Preis - und setzten es konsequent um.
Nicht alle schaffen es
Einige Expansionsversuche sind allerdings gescheitert. Die Warenhauskette Hema hatte größere Expansionspläne, verfolgte diese jedoch nicht weiter. Aktuell betreibt sie noch knapp 20 Filialen in Deutschland. Auch die Non-Food-Kette Blokker versuchte es hierzulande, zog sich jedoch wieder zurück.
Deutsche Filialen gab es auch von der Supermarktkette Albert Heijn. Die letzten schlossen 2018 - "weil das Format nur ein bescheidenes Wachstum verzeichnete und kein ausreichendes Potenzial für ein nachhaltiges Geschäft bot", wie es heißt. Der Non-Food-Discounter Xenos stellte seine Aktivitäten ebenfalls ein, die Filialen wurden von Tedi übernommen.