Als Nachfolger des nach Leipzig gewechselten Toptorjägers Andre Silva hatte man den Angreifer von River Plate Buenos Aires schon als den Fehleinkauf der Saison ausgemacht – jetzt riss sich Rafael Borré das Trikot vom Leib und fasste sich immer wieder ungläubig an den Kopf. Zuvor hatte der 26-Jährige den finalen Elfmeter zum 5:4 im Tor der Glasgow Rangers untergebracht – und versetzte damit die in Weiß gekleideten Frankfurter Massen im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan von Sevilla in Ekstase. „Ich werde diese Erinnerung für den Rest meines Lebens bewahren“, sagte der Stürmer aus Kolumbien, dem bereits der Treffer zum 1:1-Ausgleich gelungen war: „Ich hatte von dieser Nacht geträumt. Einem historischen Moment für mich und den Club.“