Einstige Apotheke Bilder statt Arznei

Die ersten Bilder hängen: Michael Franz, Geschäftsführer von Engel & Völkers in Bayreuth, und Doreen Spiegel in den Räumen der einstigen Jean-Paul-Apotheke. Foto: Roman Kocholl

Man konnte sich beim Gang über Bayreuths frühere Prachtstraße nur wundern: Seit vielen Jahren stehen die Räume der einstigen Jean-Paul-Apotheke im markanten Schwabacher-Haus leer. Einst wohnte der Dichter Jean Paul in diesem Haus. Nun soll wieder etwas mehr Kunst in das ehrwürdige Gemäuer einziehen.

Bayreuth -

Man konnte sich beim Gang über Bayreuths frühere Prachtstraße nur wundern: Seit vielen Jahren stehen die Räume der einstigen Jean-Paul-Apotheke im markanten Schwabacher-Haus leer. Einst wohnte der Dichter Jean Paul in diesem Haus. Nun soll wieder etwas mehr Kunst in das ehrwürdige Gemäuer einziehen.

An diesem Freitag wird in den einstigen Apothekenräumen für geladene Gäste die Ausstellung „schwarzweissmalerei“ mit Werken der in Bindlach lebenden Doreen Spiegel eröffnet. Ab Samstag hat die Öffentlichkeit zutritt. Geöffnet ist die Ausstellung im Oktober jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon 01 62/2 13 10 60 . „Ich habe in letzter Zeit so viel positives Feedback von Freunden und Bekannten bekommen, dass ich wusste, es ist nun an der Zeit, den Menschen zu zeigen, was ich auf die Leinwand bringe“, sagt die Malerin, die im Hauptberuf als Arzthelferin im Klinikum Bayreuth arbeitet. Ihre Bilder sind durch runde Formen und Industrial-Style gekennzeichnet. Das passt gut in die verlassenen Räume der einstigen Apotheke, die im Moment einen gewissen Rohbau-Charakter verströmen. Schwarz und Weiß – dieser Kontrast taucht nicht nur in den Bildern auf, sondern ist auch in den räumlichen Gegebenheiten immer wieder zu finden.

Zwischennutzung

Gut zehn großformatige Bilder werden in der Ausstellung in den insgesamt knapp 100 Quadratmeter großen Räumen zu sehen sein. Immobilienmakler Michael Franz, Geschäftsführer von Engel & Völkers in Bayreuth, half bei der Vermittlung und agiert als Sponsor.

Die Nutzung der Räume als Galerie ist als Zwischennutzung zu sehen, denn die Stadt Bayreuth plant, an diesem authentischen Ort eines Tages das Jean-Paul-Museum einzurichten. So hat es der Kulturausschuss des Stadtrats beschlossen.

Bewegung in die Sache ist durch eine Versteigerung im Frühjahr dieses Jahres gekommen. Die jetzige Bayreuther Eigentümerin hat Engel & Völkers beauftragt, einen Mieter für die Beletage im ersten Stock zu finden. Michael Franz hat nun auch die einstigen Apotheken-Räume ins Visier genommen.

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