Versuch in Bayreuth Zwei Straßen im September künstlich einspurig

Die Erlanger Straße in Bayreuth – hier auf Höhe der Einbiegung in die Oswald-Merz-Straße auf Höhe des Altstadt Kult Museums – soll nach der geplanten Neugestaltung des Verkehrsraumes nur noch eine Autofahrspur haben. Foto: /Andreas Harbach

Was nach einem Umbau dauerhaft kommen soll, wird im September 2022 in Bayreuth einen Monat lang Realität. Durch eine künstliche Sperrung einer Fahrspur auf der Erlanger und auf der Bismarckstraße will die Stadt testen, wie der Verkehr dann rollt.

Im September 2022 werden die Erlanger und die Bismarckstraße – wichtige Ausfallstraßen vom Bayreuther Zentrum in die westliche Stadt und in Richtung Eckersdorf/Hollfeld – nur eine Fahrspur für Autos haben. Das teilt Stadtbaureferentin Urte Kelm am Mittwoch (17. August 2022) im Ferienausschuss des Stadtrats mit.

Der Grund ist keine Baustelle, sondern ein Verkehrsversuch. Die Stadtverwaltung will testen, wie das so funktioniert, wenn die beiden „Arme“ der B 22 – auf der Erlanger Straße geht es als Einbahnstraße zweispurig stadtauswärts, auf der Bismarckstraße stadteinwärts – weitgehend nur noch eine Fahrspur haben. Dass das so kommen soll, hat der Stadtrat, wie berichtet, am 23. Februar beschlossen. Die Idee: Nach der Umgestaltung sollen die Radfahrer dort mehr Platz haben.

Leitbaken versperren eine Fahrspur

Von 1. bis 30. September wird das Ganze künstlich simuliert. Durch Leitbaken soll abschnittsweise je eine Spur gesperrt werden. Zudem „gibt es in den Knotenpunktbereichen Veränderungen bei den Abbiegerstreifen, die durch temporäre Fahrbahnmarkierungen mit gelb reflektierender Folie kenntlich gemacht werden“, sagt Kelm. Die Zufahrt zu den anliegenden Grundstücken soll uneingeschränkt möglich sein.

Dass es einen Verkehrsversuch geben soll, ist länger bekannt. Der Zeitraum sei günstig. Der Start liege in der Ferienzeit. Dadurch fielen Aufbau und mögliche Nachbesserungen in eine schwächere Verkehrsphase. Mit Beginn des neuen Schuljahres am 13. September finde der Versuch dann unter repräsentativen Verkehrsbedingungen statt.

Komplette Simulation nicht möglich

Komplett simulieren könne man die Situation nach der Neugestaltung allerdings nicht, sagt Kelm. Wegen des kurzen Versuchszeitraums könne die Ampelsteuerung nicht angepasst werden. Auch die Verbesserung für Radfahrer könne nur teilweise erlebt werden. Einzelne Abschnitte wie stadteinwärts zwischen Freiheits- und Siebener Platz seien für Radler befahrbar. In der Erlanger Straße sei das während des Tests indes nicht möglich.

Autor

 

Bilder