Die Autohäuser firmieren künftig unter den Namen Rhein Bayreuth, Rhein Kulmbach und Rhein Hochfranken. Die Gruppe zählt mehr als über 1300 Beschäftigte. Die Heilbronner Autohandelsgruppe Rhein erweitert damit die Zahl ihrer Standorte um vier Betriebe und vertreibt ab Januar an 25 Standorten BMW, BMW Motorrad, MINI und Iveco Nutzfahrzeuge. Bis dato arbeiten 1200 Mitarbeiter für das Unternehmen, künftig sind es mehr als 1300.

Herrnleben hat 70 Mitarbeiter, steht seit 65 Jahren für die Marke BMW und verkauft rund 1000 Fahrzeuge, davon 50 Prozent Neuwagen. Sämtliche Mitarbeiter werden übernommen, bestätigt Ralf Rhein unserer Zeitung.

Warum hat Herrnleben verkauft? Ralph Herrnleben: "Wir haben innerhalb der Familie sehr lange darüber diskutiert, wie wir unser Unternehmen mit Blick auf die starken Branchenveränderungen zukunftsfest machen." Man sei froh, mit der Rhein-Gruppe einen fairen und zuverlässigen Partner gefunden zu haben, der die Betriebe und Arbeitsplätze erhalte. "Ich geh‘ raus", sagt Herrnleben auf Nachfrage unserer Zeitung. Er werde künftig auch nicht als Geschäftsführer im Autohaus arbeiten.

Das Unternehmen sei profitabel. Generell würden aber die Auflagen der Hersteller an die Händler immer höher. Das sei für kleinere Häuser fast nicht mehr zu schaffen. Was der 46-Jährige künftig machen will, möchte er noch nicht verraten. Nur so viel: Er wolle auch künftig unternehmerisch tätig sein. Und weiter BMW fahren? "Na freilich."

Degner verkauft mit 60 Mitarbeitern an den Standorten Hof und Naila rund 500 BMW- beziehungsweise Mini-Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. 1967 gründete der Senior das Autohaus in Hof. Siegfried Degner, geschäftsführender Gesellschafter, erläutert: "Wir betrachten es als unsere Verpflichtung, nach vorne zu schauen. Nach unserer Überzeugung gehört die Zukunft großen, wirtschaftlich starken Gruppen. Darum haben wir die Gespräche mit der Rhein-Gruppe gesucht. Heute sind wir mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden."

Auch bei Degner werden alle Mitarbeiter übernommen, bestätigt Ralf Rhein unserer Zeitung. Die Standorte firmieren künftig unter BMW Hochfranken, die beiden Herrnleben-Häuser unter Rhein Bayreuth und Rhein Kulmbach. Der Kaufpreis liegt insgesamt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Autohändler Rhein zählt sich mit 720 Millionen Euro jährlichem Umsatz und 20 000 verkauften Autos im Jahr, davon rund 8000 Neuwagen, zu "einem der größten BMW Händler" und hat neben seinen neuen Häusern in Oberfranken u. a. Standorte in Würzburg, Schweinfurt, Heilbronn, Lauda-Königshofen (Tauberfranken), Rothenburg und Salz (Rhön Saale).