Ein schlimmer Anblick So sieht's im PEP jetzt aus

Es war einmal - das Pegnitzer Einkaufszentrum PEP. Seit 2015 steht es leer. Und bietet mittlerweile einen schlimmen Anblick. 

Pegnitz - Wie oft war man hier schon drinnen gewesen, um einzukaufen – im PEP-Einkaufszentrum, unweit des Bahnhofs. Ob Pflanzen oder Handwerkliches bei Obi oder Lebensmittel bei  Norma, ob bei  Möbel Auer, Babybedarf/Spielwaren Budek, im  Café, bei Quelle Technik, Deichmann, Quelle-Fundgrube und NKD. Überall konnte man etwas finden. Und dann waren im zweiten Obergeschoss noch die sogenannte Russen-Disco, MultiLingua, eine Krankengymnastik-Praxis, ein  Heilpraktiker sowie das PEP-Verwaltungsbüro und das Jobcenter.

Doch davon ist heute nichts mehr zu erkennen. Alles ist innen verwüstet, Deckenplatten sind runter gerissen, Kabelstränge hängen aus den Wänden, Sand aus Feuerlöschern und Granulat aus Blumenkästen sind verstreut – es ist ein schlimmer Anblick.

1992 war das Objekt eröffnet worden. Die Stadt Pegnitz hat es  im August 2019 von der Projektgesellschaft Neue Mitte Pegnitz mbH & Co. KG gekauft. Seit Juni 2015 steht der Gebäudekomplex leer.

„Hier sind oft Jugendliche drin“, weiß Daniela Feser, bei der Stadt für das Gebäudemanagement zuständig. Immer mal wieder wurden sie erwischt, einige Verfahren wegen Sachbeschädigung laufen noch. Auch das Lager eines Obdachlosen mit Sitzauflagen von Gartenstühlen wurde in einem Büroraum entdeckt. 

Auf 4000 Quadratmeter Grundfläche verteilen sich über drei Etagen 11.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Alle Wasser- und Heizungsleitungen sind stillgelegt, sämtlicher Strom abgestellt. Nur so lässt es sich wohl erklären, dass keine Nässe und auch kein Ungeziefer in den Räumen zu finden ist. 

Und es stinkt angesichts der herrschenden Verwüstungen nicht, was wohl auf die Weitläufigkeit der Räume zurückzuführen ist. Und, dass immer mal wieder Fenster offen stehen. Hier oder über Lichtschächte  sind Unberechtigte eingestiegen, haben für ein unglaubliches Chaos gesorgt, riesige Zerstörungswut hinterlassen.

Genutzt wurde das Gebäude in der Vergangenheit auch von Sicherheitskräften zum Üben, sagt Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Vereinzelt liegen noch Farbpatronen  rum. Ansonsten werde das Gebäude von einem Statiker geprüft, aber wahrscheinlich wird es wohl abgerissen werden. Eine Kernsanierung würde sich nicht rechnen.

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