Das Informationszeitalter warf bereits in den 60er Jahren seine Schatten voraus. Schon damals gewannen Informationen zunehmend an Bedeutung. Mit ihr ging auch die Frage nach der Datenverarbeitung und -speicherung einher. Dieses Thema war Gegenstand eines Vortrags im Kolpinghaus, von dem der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 10. April 1968 berichtete.

Vorsprung der Engländer und Amerikaner einholen

Ein Mitarbeiter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Hans Stercken, referierte über Kommunikationsmittel und Informationsaustausch. Stercken erklärte, dass ein „gemeinsamer Markt der Information“ inzwischen dringende Notwendigkeit geworden war. Der Referent erläuterte Pläne für eine „Informationsbank“, die gemeinsam mit der französischen Regierung geschaffen werden sollte. Dabei handelte es sich um eine Computeranlage, die Informationen aller Arten speichern und auf Abruf bereitstellen konnte.

Was damals in Deutschland noch ein Novum war, wurde in anderen Ländern bereits erfolgreich genutzt. Stercken erklärte, für die Bundesregierung sei es „höchste Zeit, alle Kräfte zu mobilisieren, um den Vorsprung der Engländer und Amerikaner auf diesem Gebiet einzuholen“. Der Referent betonte, dass es dabei keineswegs um eine Frage der „nationalen Ehre“ ginge, sondern um die Existenzfrage der deutschen Wirtschaft, die auch damals schon vom Export lebte.

Altes Tierheim viel zu klein

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier über die Pläne des Tierschutzvereins, ein neues Tierheim zu bauen. „Im nächsten Jahr werden wir tief in den roten Zahlen stecken“, prophezeite der damalige Vorsitzende des Bayreuther Vereins, Albin Schwarz. Der Bau des neuen Tierheims am Lerchenbühl würde im folgenden Jahr die größte Herausforderung für den Verein werden.

Das alte Tierheim war inzwischen viel zu klein, es bestand dringender Handlungsbedarf. Deshalb unterstützte der Bezirk Oberfranken das Vorhaben und stellte das 10.000 Quadratmeter große Grundstück zu günstigen Bedingungen zur Verfügung. Die Stadt Bayreuth beteiligte sich mit einem Drittel der Baukosten, die auf 300.000 Mark geschätzt wurden.