"Ein Höhepunkt nach dem anderen": 700 Jahre Waischenfeld Abschluss zum Festjahr

Von Thomas Weichert

Rund 400 Waischenfelder kamen zur Abschlussveranstaltung des Festjahres "700 Jahre Stadt Waischenfeld“ in die Sport- und Bürgerhalle und der gebürtige Zeubacher Anton Adelhardt brachte es während dem Fazit seines Festvortrags auf den Punkt: "Waischenfeld lebt – und wie!“ Noch einmal spielte die Waischenfelder Blasmusik unter der Leitung von Michael Lindner für die Gäste auf.

Die Blasmusik zeigte bei der Abschlussveranstaltung ihr Können. Foto: Thomas Weichert Foto: red

"Nürnberg, Bamberg und Würzburg gemeinsam gegen den Herrscher von Waischenfeld. Eine Stadt, die so etwas übersteht, ist einfach nicht unterzukriegen – und das jetzt seit 700 Jahren“, so Adelhardt, der seine Festrede "Das Festjahr aus Bürgersicht“ nannte. Man habe ein Jubiläumsjahr erlebt, an dem sich Höhepunkt an Höhepunkt reihte. Die Waischenfelder haben das Festjahr mit eigenen Ideen und eigenen Kräften gefeiert.

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Laut Adelhardt sei dies eine einmalige Demonstration von guten Ideen und vor allem des Zusammenhalts und Gemeinschaftssinns der gesamten Stadtgemeinde gewesen. Waischenfeld sei auch noch nie so präsent in den Medien gewesen wie in diesem Festjahr. Ob im Fernsehen oder den Zeitungen. Das Engagement der Vereine war vorbildlich, betonte Adelhardt und erinnerte an die Aussage von Regierungspräsident Wilhelm Wenning bei der Einweihung des neugestalteten Bischof-Nausea-Platzes: "Waischenfeld ist der bestimmende Ort in der Fränkischen Schweiz geworden. Dem ist nichts hinzuzufügen“, so Adelhardt.

Märchen ist nicht zu Ende

Er betonte, dass das Märchen von Waischenfeld nicht enden wird. Denn im Jubiläumsjahr wurden neben den Feiern, Vorträgen und Ausstellungen auch zukunftsweisende Projekte wie der Malteserstützpunkt, das neue Gerätehaus der Stützpunktfeuerwehr und schließlich die Einweihung des Fraunhofer-Forschungs-Campus umgesetzt, den Adelhardt als ein "Leuchtturmprojekt“ bezeichnete. Bürgermeister Edmund Pirkelmann dankte vor allen Robert Weiß und Johannes Berner, den Organisatoren. Der Eindruck, den alle Veranstaltungen im Festjahr bei den Besuchern hinterließen, sei hervorragend gewesen, so Pirkelmann, festlich gekleidet mit der roten Weste, die auch alle Stadträte trugen, und die eigens für das Jubiläumsjahr angeschafft wurde. Die einzige Stadträtin Hedwig Schrüfer, natürlich stilecht dazu in Tracht.

Mit der legendären roten Weste des unvergesslichen "Pulver-Kaspers“ hat dies nichts zu tun, sagt Pirkelmann. Zur Auswahl standen die Farben grün, blau und rot für die Stadtratswesen. "Rot sieht aber am festlichsten aus“, so Pirkelmann. Er ließ noch einmal alle Veranstaltungen Revue passieren. Auf den Haushalt bezogen sei 2015 eines der schwierigsten Jahre der letzten 15 Jahre gewesen, jedoch auf das Jubiläumsjahr bezogen ein Jahr, das Waischenfeld viel Sympathie und Imagegewinn in der Region und darüber hinaus eingebracht habe, so Pirkelmann.

700 Sänger haben beeindruckt

Für Stadträtin Hedwig Schrüfer aus Saugendorf waren das Bürgerfest und die 700 Sänger am Steinernen Beutel die absoluten Höhepunkte des Festjahres. Für Maria Eckert-Rosenberg, Chefin des Heimat- und Verschönerungsvereins, war der Heimattag der Fränkischen Schweiz der Höhepunkt und am arbeitsintensivsten für ihren Verein. Auch als Sängerin der Waischenfelder Burgmadla hat sie zahlreiche Veranstaltungen das ganze Jahr über mit begleitet.

"Am wichtigsten war mir das Kulturelle, die Festvorträge über die Romantiker und die Ausstellung zur Geschichte von Waischenfeld, betont Maria Eckert-Rosenberg. Sie zitiert den kürzlich verstorbenen Anton Sterzl: "Feiert ein Jubiläum, das einer alten Stadt würdig ist – das war für mich Verpflichtung, dem kulturellem und geschichtlichem Hintergrund im Festjahr Rechnung zu tragen“, so Maria Eckert-Rosenberg.

Illumination mit Lichtern ein Höhepunkt

Für Robert Weiß waren die Höhepunkte die 700 Sänger, das Bürgerfest und die Lichterillumination. Am meisten Arbeit machte das Bürgerfest. "Der Erfolg des Festjahres ist eine Symbiose aus der Gemeinschaft der über 700 Sänger“, sagt Johannes Berner, der auch das Lied "Waischenfeld lebt“ komponiert und getextet hatte, das alle noch einmal sangen. "Dies war nur möglich, weil wir alle in ihren Ortschaften abgeholt haben. Das hat das Zusammengehörigkeitsgefühl aber auch die Ortsteile gestärkt“ sagt Weiß.

"Was für die Gemeinde bleibt, ist ein Festjahr, das durch eigenes Mittun so emotional stolz gemacht hat, dass ganz Waischenfeld noch Jahre davon zehren wird“, so Johannes Berner. "Die positive Außenwirkung von Waischenfeld ist durch das Festjahr so fantastisch, dass mich selbst Leute in München noch drauf ansprechen“, so Weiß.