Der Professor von der Uni Regensburg arbeitet an einer Best-Monografie, die im kommenden Frühjahr erscheinen soll. „Best ist ein sehr interessanter Maler“, sagt er, „eine interessante Gestalt der Kunstgeschichte von einer respektablen künstlerischen Qualität.“ Aber eben ein vollkommen vergessener Künstler, einer, an dem der Markt vollkommen vorbeigegangen sei. Oder umgekehrt. Das aber sei nicht so ungewöhnlich, sagt der Hochschullehrer: „Wir glauben, dass wir alles wissen. Das war damals nicht so, das ist auch heute nicht so.“ Wagner sieht in Best „einen der interessantesten Schüler“ Klees, mit einem langen Schaffensweg, mit vielen Etappen, nie ganz einer der Abstrakten, nie ganz einer der Gegenständlichen. Dem großen Lehrer ist in Bern ein eigenes Institut gewidmet, das Zentrum Paul Klee (ZPK). 18 Arbeiten des Schülers hat das Institut vor wenigen Jahren angenommen, „auch weil das Werk Bests zu Beginn deutliche Einflüsse zeigt“, wie Eva Wiederkehr vom ZPK sagt. Sie sagt aber auch: „Best war ein eigenständiger Künstler, kein Epigone.“ Recherchen ergeben schließlich, dass Best sogar ziemlich häufig in Ausstellungen zu sehen war, auch in wirklich bedeutenden wie 1946 bei den Kunstwochen Konstanz. Dort befand er sich in Gesellschaft mit Malern wie den Brücke-Expressionisten Schmidt-Rottluff oder Heckel. Auch im Frankfurter Städel war er zu sehen, die Kunsthalle Mannheim besaß zwei Best-Bilder, die die Nazis 1937 als „entartet“ abhängten.