Vor 50 Jahren hat Hans Kastner aus Heinersreuth beim Ankauf der ersten Biotopflächen für den LBV mitgewirkt, betreut noch heute die Spiegelwiesen am Roten Main gemeinsam mit Rudolf Metzner, der dem LBV seit 30 Jahren angehört. 40 Jahre dabei sind Helmut Korn, Annemarie Köster, sowie Robert Pfeifer junior und senior.

Miteinander haben sie das Bild geprägt vom LBV, unzählige Projekte begleitet, Bäume gefällt, Hangflächen gemäht und gekämpft gegen alles, was dem Naturschutzgedanken in die Quere kam. LBV-Kreisvorsitzender Jochen Uebelhoer dankte für dieses Engagement.

Probleme und Erfreuliches

Nur in engem Verbund mit Jägern, Fischern und Landschaftspflegern, die Vertreter zur Jahresversammlung in den Lindenhof geschickt hatten, könne man etwas erreichen, betonte er, und erinnerte an den gescheiterten Wunsch, einen dritten Nationalpark in Bayern einzurichten, aber auch an örtliche Probleme, wie der geplante Lkw-Parkplatz bei Lindenhardt, der Radweg Eckersdorf, der direkt an schützenswerten Teichen vorbeiführt und manches mehr. "Der LBV bietet immer pragmatische Lösungen an," appellierte er an alle, die Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverband zu suchen.

Doch es gab auch Erfreuliches zu vermelden: 2017 sei das erfolgreichste Storchenjahr aller Zeiten. Die zwei Jungstörche, die auf dem Heinersreuther Rathausdach brüteten, und bald wieder ein neues Nest bekommen werden, sind wohl Tiere, die vermutlich am Lindenhof ausgewildert worden sind, erklärte Uebelhoer. Obwohl einer der Altvögel ab Juni verschwunden war, gelang es dem verbliebenen Tier, die Jungen aufzuziehen.

Storchenbestand gut entwickelt

Erfolgreich gebrütet wurde auch in Altdrossenfeld und in Himmelkron, nicht aber in Bindlach. Trotz allem habe sich der Storchenbestand so gut entwickelt, dass das Artenschutzprogramm Weißstorch vom Umweltbundesamt wegen des großartigen Erfolgs eingestellt werden konnte.

Die LBV-Kreisgruppe hat zur Zeit 2524 Mitglieder. Dazu zählt auch die Kindergruppe Rasselbande, die von Andrea Tornow geleitet wird. Zweimal im Monat treffen sich die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, wobei auch zwei "Gründungsmitglieder" dazugehören, die seit fünf Jahren mitmachen. Gesucht werde eine weitere Betreuerin, sagte Andrea Tornow.

Dank zollte Uebelhoer den vielen ehrenamtlichen Sammlern. Insgesamt 12.000 Euro seien dabei zusammengekommen, wobei vor allem die Arbeit der Schulklassen gewürdigt wurde.

Auch der neue Leiter am Lindenhof, Christoph Hartl, sprach von enger Zusammenarbeit um das Nachwuchsproblem in der Kreisgruppe in den Griff zu bekommen. Den Lindenhof möchte er für die Zukunft vor allem als Zentrum der Begegnung sehen.