EHC-Team geschwächt nach Sonthofen

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Zwei Tage nach dem hohen Heimsieg gegen den EHC Klostersee steht für den EHC Bayreuth eine weite Reise ins Allgäu an. Beim ERC Sonthofen treffen die Tigers mit ihrem durch Verletzungen geschwächten Kader am Montag (28. Dezember) um 20 Uhr auf einen Gegner, der sportlich in dieser Oberliga-Saison bislang hinter seinen Zielen blieb.

Die Offensivkraft des ERC Sonthofen darf man nicht unterschätzen. Vor allem Topscorer Jordan Baker (links) lässt seine Gegenspieler oftmals hinterher laufen. Foto: Christopher Specht Foto: red

Von den angestrebten Playoffs sind die Sonthofener momentan als Neunter zwei Punkte entfernt. Was vor allem an der fehlenden Konstanz liegt. Das gilt zum einen für die wechselhaften Ergebnisse, zum anderen aber auch für die Wechsel auf der Trainerbank. Bereits zwei Trainer haben die Sonthofener in dieser Saison verschlissen, nun soll ein Routinier die Mannschaft in die Erfolgsspur bringen. Seit kurzem hat der 70-jährige Gerd Wittmann das Sagen an der Bande. Der ehemalige Bundesligaspieler weiß auch, woran er arbeiten muss: „Die größte Baustelle liegt sicher in der Abwehr. Aber auch technische Mängel in Sachen Passspiel und Scheibenannahme werden uns fordern. Das Passspiel muss perfektioniert werden, und die Härte im Zweikampf muss besser werden“, wird Wittmann auf der ERC-Homepage zitiert.

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Mit Abstand die meisten Gegentore

Die Abwehrprobleme lassen sich auch mit Zahlen belegen. 110 Gegentreffer sind mit Abstand die meisten der Liga. In 14 von 23 Partien mussten die Allgäuer fünf oder mehr Gegentore hinnehmen. Immer wieder klaffen vor Nationaltorhüterin Jennifer Harß oder dem 22-jährigen Korbinian Sertl große Lücken. Dieses Manko kann auch die qualitativ gut besetzte Offensive nicht ausgleichen – und das, obwohl die Allgäuer den besten Scorer der Liga in ihren Reihen haben. Jordan Baker hat bereits 25 Mal getroffen und 24 Vorlagen gegeben. Aber auch Marc Sill (10/25), Craig Voakes (10/17) und George Kink (8/19) strahlen jede Menge Torgefahr aus. So war auch beim 7:5-Erfolg in Weiden am zweiten Weihnachtsfeiertag an jedem ERC-Treffer mindestens ein Spieler dieses Quartetts beteiligt. Und es war ein wichtiger Sieg, denn bei einer Niederlage wäre der Abstand zu den Playoff-Plätzen auf acht Punkte angewachsen. Zudem belegt der Erfolg in Weiden nachhaltig, dass sich Sonthofen im Aufwind befindet. Drei der vergangenen vier Partien wurden gewonnen.

Waßmiller muss Blöcke umbauen

So warnt auch Tigers-Trainer Sergej Waßmiller: „Sonthofen ist ein sehr gefährlicher Gegner, gerade wenn man im Allgäu ran muss. Durch den Trainerwechsel ist der ERC noch gefährlicher und schwerer ausrechenbar geworden, denn jeder Trainer bringt ein neues System mit. Dieses Spiel wird ein hartes Stück Arbeit für uns.“ Auch, weil Waßmiller seine Blöcke umbauen muss. Lukas Stettmer (Schulterverletzung) und Stefan Reiter (Gehirnerschütterung) müssen nach ihren Verletzungen in der Samstagspartie gegen den EHC Klostersee vermutlich passen. Damit stehen den Bayreuthern nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung. Reiters Platz in der dritten Sturmreihe werden wohl Johannes Feuerpfeil oder Michael Kuhn übernehmen. Hoffnungen auf den dritten Erfolg in Folge machen den Tigers aber die bisherigen Saisonbegegnungen gegen Sonthofen. Einem 5:3-Auswärtssieg folgte ein 7:4 im eigenen Stadion.