Bisher haben wir noch nicht über den wirtschaftlichen Bereich gesprochen.
Langlois: Ich bin gerade dabei, mir einen genauen Einblick in die Finanzen zu verschaffen. Mein sofortiges Ziel ist es, 100 Prozent der Sponsoren zu halten. Ich befürchte, dass wird schwer. Einige Sponsoren waren ja vor allem hier, weil sie Geschäftsbeziehungen zu meinem Vorgänger hatten. Einige könnten, was ich nicht hoffe, abspringen. Aber es gibt auch schon Signale von Hauptsponsoren, dass sie dem EHC treu bleiben. Auch zwei neue Sponsoren haben sich bereits gefunden. Bis Ende Januar will ich mit allen Sponsoren gesprochen haben, um – das ist das kurzfristige Ziel – den Etat für die Saison 2017/18 auf dem jetzigen Niveau zu halten. Nächster Schritt ist dann, ihn um bis 200 000 Euro zu erhöhen.
Gibt es einen Zeitplan für die Auslagerung des DEL2-Teams in eine GmbH?
Langlois: Das wichtigste ist, dass wir den Etat zusammenbekommen. Ob Sponsoren ihr Geld dann in eine GmbH oder den Verein stecken, ist da zunächst zweitrangig. Wir müssen am Ende der Saison eine schwarze Null haben. Ich kann jetzt nicht versprechen, dass es in der kommenden Saison eine GmbH gibt. Aber spätestens im Mai 2018 werden wir sie haben. Wir arbeiten daran, sie früher umzusetzen. Das ist der Wunsch, den die Mitglieder auf der Versammlung geäußert haben, und auch der Wunsch der Sponsoren. Aber es wäre fatal, wenn wir jetzt unter Zeitdruck Fehler machen. Ich sehe es zum Beispiel als gefährlich an, wenn sich Geldgeber zu sehr ins Tagesgeschäft einmischen. Da muss man sich ja nur die Fußballer von 1860 München anschauen. Ich werde jetzt mit möglichen Gesellschaftern Gespräche führen, wie die GmbH aussehen kann. Mir ist auch klar, dass die EHC-Mitglieder in diesem Punkt Antworten auf ihre Fragen wollen. Ich gehe davon aus, dass sie diese bei der Hauptversammlung im kommenden Jahr bekommen.
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