Martin Weiß (FW) hatte den Vorschlag in der Juli-Sitzung mündlich eingebracht, am vergangenen Mittwoch stand der Punkt auf der Tagesordnung. Für eine kostenfreie Stunde wäre der organisatorische Aufwand recht groß, meinte Bürgermeister Joachim Neuß. Er schlug deshalb vor, E-Autos zwei Stunden ohne Gebühr parken zu lassen. Mit einer Parkscheibe könne die Parkdauer angezeigt werden.

Bargeldlos bezahlen

Edmund Goß (SPD) hatte keine Einwände, ging aber in Sachen parken noch einen Schritt weiter. Die Stadt solle bargeldloses Bezahlen der Parkgebühr möglich machen. „Das wäre ein zeitgemäßer Fortschritt.“ Bernd Scheller (Grüne) sagte, dass 80 Cent Parkgebühr-Erlass kein Beitrag zur Stärkung der Elektromobilität sei. Besser wäre es vielleicht, eine E-Tankstelle im Stadtzentrum anzubieten.

Tankstelle kaum genutzt

Bürgermeister Joachim Neuß sagte, dass schon die jetzige Tankstelle am Place de Laneuveville kaum genutzt werde. E-Auto-Besitzer aus Auerbach laden ihre Fahrzeuge ohnehin zuhause auf. Herbert Appl (CSU) fand zwar den Antrag „ganz ok“. Allerdings habe nicht jedes E-Auto das entsprechende Kennzeichen. Manche Fahrer verzichteten laut Appl auf das „E“ auf dem Nummernschild.

Kleine Sache zerredet

Wie solle die Parkgebühr dann kontrolliert werden? Martin Weiß (FW), der Ideengeber des Antrags, wunderte sich, wie eine derart „kleine Sache“ mit vielerlei Bedenken zerredet werden kann. Man wolle hier ein Zeichen setzen, betonte Weiß. Josef Lehner (CUU) konnte sich zwar mit dem Vorschlag anfreunden, aber nicht mit den dafür nötigen zusätzlichen Schildern. Bei der Abstimmung sprach sich die Mehrheit für zwei Stunden kostenfreies Parken für E-Autos und entsprechende Schilder aus. Dagegen waren Bernd Scheller (Grüne) sowie Josef Lehner und Maria Regn (CUU).