Duell der Favoriten Neudrossenfelder zu Gast in Erlangen-Bruck

Mit vollem Körpereinsatz bei der Sache war Trainer Markus Taschner (rechts) beim ersten Saison-Heimspiel seines TSV Neudrossenfeld gegen den Baiersdorfer SV, während Vorsitzender Gerald Weinrich (links), Co-Trainer Sebastian Brand (Mitte) und Sportlicher Leiter Thorsten Schirmer (Zweiter von rechts) vom Spiel ihres Teams augenscheinlich nicht von den Sitzen gerissen wurden. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. „Das war ein Auftakt, wie wir ihn uns gewünscht haben.“ Das Fazit von Co-Trainer Sebastian Brand hätten sicherlich die meisten Neudrossenfelder unterschrieben. Schließlich sind die Grün-Weißen mit einem 2:0 gegen den Baiersdorfer SV optimal in die neue Spielzeit der Landesliga Nordost gestartet.

Der ganz große Druck vor dem ersten Auswärtsspiel am Mittwoch um 18.30 Uhr ist erst einmal weg. Das ist auch gut so, schließlich ist die Hürde bei Bayernliga-Absteiger FSV Erlangen-Bruck auch so schon hoch genug. Wie die Neudrossenfelder zählen auch die Medizinstädter zum erweiterten Favoritenkreis.

Und auch der Start war vergleichbar: Der 3:0-Erfolg der Mannschaft von Trainer Normann Wagner beim aus der Nordwest-Landesliga gekommenen TuS Feuchtwangen war ebenso souverän wie der der Neudrossenfelder gegen Baiersdorf. „Wir waren sehr zufrieden, nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Art und Weise, wie unsere junge Mannschaft dort aufgetreten ist, lediglich an der Chancenverwertung hat es gehapert“, sagt Norbert Hofmann. „Die Partie hätte gut und gerne auch 6:2 oder 7:2 ausgehen können.“

Der frühere Zweitliga-Profi der SpVgg Bayreuth ist seit Monatsbeginn Sportvorstand bei den Erlangern und als solcher nicht nur in beratender Funktion tätig, sondern auch mitverantwortlich für wichtige sportliche Entscheidungen, wie die Zusammenstellung des Kaders.

Obwohl der 67-Jährige in der zurückliegenden Saison als Trainer des ASV Vach vornehmlich in der Bayernliga Nord unterwegs war, weiß er schon länger um die Qualität der Grün-Weißen. „Sie waren in der letzten Saison Dritter, sind im Wesentlichen zusammengeblieben, sehr gut eingespielt und haben sich punktuell noch verstärkt. Das ist also schon ein echtes Kaliber“, sagt Hofmann.

Seine Mannschaft indes müsse sich erst noch finden. Ein spätes Saisonende und eine hohe Fluktuation im Kader führten laut Hofmann dazu, dass sich sein FSV „noch nicht ganz gefunden“ habe. „Und auch der Fitnesszustand der Mannschaft ist noch nicht auf optimalem Niveau.“

Große Fluktuation in Erlangen

Zehn Neuzugänge stehen in Erlangen-Bruck 14 Abgängen gegenüber. Dem kräftigen Umbruch fielen auch zwei der drei besten Torschützen der vergangenen Saison zum Opfer. Nur Adem Selmani (7 Tore) ist geblieben. Bastian Lunz (7) und der mit 15 Treffern beste Knipser des FSV in der vergangenen Spielzeit, Oliver Seybold, haben den Verein allerdings in Richtung des Kreisligisten DJK Weingarts verlassen.

Dafür haben zwei Neue gleich eingeschlagen. Der vom Stadtrivalen ATSV Erlangen gekommene Mittelfeldspieler Klaus Faßold und der ehemalige Torjäger des Bezirksligisten SK Lauf, Dominik Hofmann, haben sich in Feuchtwangen in die Torschützenliste eintragen können.

Bei den Neudrossenfeldern wird solch ein Knipser augenscheinlich noch vermisst. „Wir waren defensiv zwar sehr stabil, haben aber nach vorne zu wenig Durchschlagskraft entwickelt, waren nicht zwingend genug“, kritisiert Sebastian Brand. Graue Haare wachsen ihm deshalb aber nicht. Wir arbeiten weiter daran und haben auch vollstes Vertrauen in unsere Spieler.“

Die allgemein gute Stimmung am Weinberg wird auch getragen von der Personalsituation. Trainer Markus Taschner hat die Qual der Wahl, nachdem auch Lukas Schelenz wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Lediglich hinter dem beruflich eingespannten Stefan Kolb steht noch ein Fragezeichen.

TSV Neudrossenfeld: Grüner, Mehlhorn – Gareis, Hahn, Majczyna, Möckel, Seiter, Taubenreuther, Boog, Hannemann, Pauli, Peeters, Pötzinger, Schneider, Engelhardt, Gerull, Kolb (?), Lattermann, Rausch, Schuster, Brand, Schelenz (?).

Daniel Heißenstein heuert in der Saas an

Viele hatten darauf spekuliert, dass Daniel Heißenstein beim Landesligisten TSV Neudrossenfeld anheuern würde. Schließlich war der Ex-Spielertrainer des ehemaligen Bezirksligisten TSV Mistelbach als Zaungast beim Saisonauftakt der Grün-Weißen gegen Baiersdorf gesichtet worden. Nun aber vermeldet Bezirksliga-Vizemeister BSC Bayreuth-Saas die Verpflichtung des Torjägers, der für Mistelbach in den zurückliegenden beiden Spielzeiten nicht weniger als 46 Mal ins Schwarze getroffen hat.

Ganz zur Freude von Jörg Pötzinger. Der Saaser Trainer hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er Heißenstein gerne in seinem Team hätte. „Er ist ein Spieler, der immer in der Lage ist, ein Tor zu machen. Er ist unbequem und clever und somit eine große Verstärkung für uns“, sagt Pötzinger. Die hohe Wertschätzung hat augenscheinlich auch Daniel Heißenstein überzeugt. Aber auch das hohe spielerische Niveau der Saaser habe bei seiner Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt, teilt Heißenstein mit.

 

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