„Olympische Sportarten sollen Tradition und Fortschritt vereinen? Wer das dem Ringen abspricht, hat nicht viel Ahnung von dieser Sportart", empört sich Fornoff. Über Tradition müsse man nicht reden, schließlich habe Ringen schon in der Antike zum festen Olympia-Programm gehört, und bis heute habe sich die Sportart stetig weiterentwickelt. „Kraft, Technik, Ausdauer, Taktik – Ringen vereint auf hohem Niveau alles, was Sport ausmacht", sagt Fornoff.

Der Landestrainer glaubt, dass diese Tatsache aber bei der Entscheidung der IOC-Exekutive keine Rolle gespielt habe. „Da geht es nicht um Sportkultur, sondern um Kohle. Geld regiert die Welt, und Ringen hat eben keine große Lobby. Auch die Außendarstellung ist schlecht." Das sieht er als Hauptproblem des Ringens.

Medienpräsenz fehlt

Es fehle die Präsenz in den Medien. Hier hätten der internationale und auch der deutsche Ringerverband geschlafen. „Es kann nicht sein, dass Wrestling oder Catchen, wo vieles nur Show ist, mehr Sendezeit im Fernsehen haben als Ringen", erklärt Fornoff.

„Die Verbände brauchen schnell eine Strategie, um Ringen präsenter zu machen. Die Sportart ist für Zuschauer attraktiv, das haben die vollen Hallen bei den letzten olympischen Wettkämpfen in London gezeigt."


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe ( 14. Februar) des Nordbayerischen Kuriers.