Brüssel wird von einer Welle der Gewalt heimgesucht. In diesen Tagen kam es in der belgischen Hauptstadt zu mehr als einem Dutzend Schießereien mit mehreren Toten. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung hat die zuständige Staatsanwaltschaft am Wochenende eine Krisensitzung einberufen. Bereits Anfang des Jahres hatte die Zahl der Gewalttaten kurz zugenommen, dann hatte sich die Lage allerdings wieder normalisiert. Doch das war offensichtlich nur die Ruhe vor dem Sturm. Seit Mitte Juli wurden in Brüssel über ein Dutzend Schießereien gemeldet. Die Polizei glaubt, dass die gewalttätigen Auseinandersetzungen in direktem Zusammenhang mit dem organisierten Drogenhandel stehen. Dafür spricht, dass die beiden Brüsseler Problemviertel Anderlecht und Molenbeek am stärksten von der Gewalt betroffen sind.