Drittliga-Tor weit offen SpVgg nach 5:1-Gala in Schweinfurt kurz vor dem Ziel

Nun steht das Tor zur 3. Fußball-Liga sperrangelweit offen. Mit einem hochverdienten 5:1 (1:1)-Sieg beim bisherigen Angstgegner FC Schweinfurt 05 behauptete die SpVgg Bayreuth ihren Fünf-Punkte-Vorsprung an der Regionalliga-Spitze vor dem ebenfalls siegreichen Hauptverfolger FC Bayern München II (0:1). Somit können die Altstädter im kommenden Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr) mit einem Sieg alles klar machen.

Um ein Haar hätten die Gelb-Schwarzen schon in Schweinfurt die Meisterschaft feiern können. Denn die Aubstädter bekamen in der Nachspielzeit einen Elfmeter zugesprochen, den Ingo Feser allerdings verschoss.

Aber auch ohne den vorzeitigen Titelgewinn schlugen die gelb-schwarzen Emotionen hoch. SpVgg-Geschäftsführer Wolfgang Gruber war „unglaublich froh, diesen Schweinfurt-Fluch endlich abgelegt zu haben – und wie“, während 400 mitgereiste Bayreuther unter den 1122 Zuschauern im Willy-Sachs-Stadion Heimspiel-Atmosphäre verbreiteten.

Schweinfurt kommt mit erster Chance zum Ausgleich

Eine Halbzeit lang taten sich die Bayreuther enorm schwer. In einer anfangs zerfahrenen, von vielen Unterbrechungen und Fehlpässen gekennzeichneten Partie ging die Mannschaft von Timo Rost zwar mit 1:0 in Führung, als Edwin Schwarz (38.) einen Kopfball aus kurzer Distanz über die Linie drückte, die Schweinfurter kamen aber noch vor der Pause mit ihrer ersten Chance überhaupt zum Ausgleich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff düpierte der durchstartende Florian Pieper nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte die komplette Bayreuther Defensive, inklusive Torhüter Sebastian Kolbe, und drückte das Spielgerät mit einem langen Schritt über die Torlinie.

Die SpVgg zeigte sich davon kaum irritiert und schaltete mit Beginn des zweiten Abschnitts sofort in den Vorwärtsgang. Ab der 60. Minute überschlugen sich die Ereignisse, wobei alleine Schweinfurts Torwart Bennet Schmidt im Fokus stand. Zunächst vereitelte der 22-Jährige einen Alleingang des durchgebrochenen Alexander Nollenberger, eine Minute später revanchierte sich Nollenberger an Schmidt, blockte dessen Abschlag, so dass Ivan Knezevic (61.) das nun frei liegende Spielgerät aus elf Metern nur noch ins leere Tor einschieben brauchte. Als zwei Zeigerumdrehungen Markus Ziereis (63.) nach einer Flanke von rechts per Direktabnahme auf 3:1 erhöht hatte, war die Messe gelesen.

Altstädter drehen nach 3:1 weiter auf

Zumal die Bayreuther weiter aufdrehten und die Schweinfurter nur noch sporadisch Gegenwehr leisteten. Ivan Knezevic (81.) markierte nach einer Hereingabe von links das 4:1. Und in der Schlussminute war es der auffällige Nicolas Andermatt (90.), der mit einem Treffer aus spitzem Winkel noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. „Die zweite Halbzeit war bärenstark. Wir haben zwei Chancen zugelassen, einen Jabiri-Kopfball und einen Schuss, der aufs Tor kommt“, sagte Wolfgang Gruber und blickte schon einmal auf das kommende Wochenende voraus. „Jetzt müssen alle, die gegen Bayern da waren, wieder kommen und uns anfeuern und uns gegen Aschaffenburg nach vorne schreien. Denn jetzt ist diese Chance unfassbar groß.“

FC Schweinfurt: Schmidt – McLemore (80. Reiher), Skenderovic (75. Hyseni), Pieper (57. Suljic), Böhnlein, Zietsch, Schuster (90. Zeitler), Schuster, Pfarr, Jabiri, Kraus, Billick.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Lippert (87. Golla), Schwarz, Eder, Danhof – Kirsch (90. Moos), Steininger, Knezevic (85. Chrubasik), Nollenberger (81. Stockinger), Andermatt – Ziereis (76. Kaymaz).

SR: Stefan Treiber (VfL Neuburg);

Zuschauer: 1122.

Tore: 0:1 Schwarz (38.), 1:1 Pieper (45. + 5), 1:2 Knezevic (60.), 1:3 Ziereis (62.), 1:4 Knezevic (82.), 1:5 Andermatt (90.).

Gelbe Karten: / Schwarz, Kirsch.

Autor

 

Bilder