Dreifachturnhalle im Kostenrahmen

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Der Rohbau steht. Und das Dach ist auch bald drauf. Die Dreifachturnhalle, deren Ursprungsidee auf das Jahr 2008 zurückgeht, auf dem Grundstück, auf dem einmal die BSV-Gaststätte stand, ist voll im Zeitplan. Und im Kostenrahmen, sagt der Architekt der Halle, Wolfgang Bayerlein. Ziemlich spektakulär schwebten jetzt die Holzbinder ein, die das Dach tragen werden.

Zehn Holzbinder. Jeder neun Tonnen schwer, knapp 30 Meter lang und 1,65 Meter hoch. Sie wurden mit Sondertransporten angeliefert, sagt Wolfgang Bayerlein, der stellvertretende Leiter des Hochbauamts. Von seinem Dienstzimmer im Rathaus aus kann er auf die Baustelle schauen. Seine Baustelle. Eine der größten, die das Hochbauamt aktuell schultert. 5,2 Millionen Euro kostet der Bau der Sporthalle, um die jahrelang im Stadtrat gerungen wurde. In die auf Wunsch des Stadtrats immer wieder neue Ausstattungsgegenstände hineinkonfiguriert wurden. 

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Offizieller Spatenstich war im Oktober, vorher musste der Boden aufwendig vorbereitet werden, sagt Bayerlein. "Weil die Halle zum Großteil aus Betonfertigteilen gebaut wurde, waren wir eigentlich unabhängig vom Wetter." Dennoch kam den Bauarbeitern der Firma Dechant der vergleichsweise milde Winter zugute, denn die Dusch- und Umkleidebereiche und Teile der Funktionsräume im Erdgeschoss mussten mit Sichtmauerwerk gebaut werden. "Wir hatten zum Glück nur eine Woche Bauunterbrechung, weil es Anfang Januar mal stark geschneit hat und richtig kalt war", sagt Bayerlein. "Wir liegen voll im Plan. Im Januar 2017 wollen wir spätestens fertig sein." 

Komplett ausgereizt

Das Grundstück, auf dem die Halle steht, ist "komplett ausgereizt, das ist auf Kante genäht hier", sagt der Architekt. Die Halle grenzt an den Kunstrasenplatz des Hans-Walter-Wild-Stadions, an den Fuß- und Radweg neben dem Rottolin-Werk, "den wir wiederherstellen müssen, wenn wir hier fertig sind", und an den Parkplatz des Stadions. Ein ausgereiztes Grundstück, um alle geforderten Räume unterzubringen. Damit die Forderungen des Raumprogramms erfüllt sind.

Zehn Minuten Kranfahrt

Keine zehn Minuten Kranfahrt dauert es, bis einer der 30 Meter langen Holzbinder an seinem Platz rund 13 Meter über dem Boden angekommen ist. Die umfangreiche Vorbereitungs- und Auspackzeit der mit einem Spezialtransport aus Rosenheim angelieferten Dachträger ausgeklammert. In Millimeterarbeit werden neun Tonnen Holz fast spielerisch in den vorgesehen Schlitz eingefädelt. Ohne irgendwelche weitere Befestigung, bis auf den einen Zapfen am vorderen und am hinteren Ende. "Wo will er denn hin?", fragt Bayerlein. Die Binder werden das Dach tragen, die Beleuchtung, die technische Ausstattung der Halle. "Allein das Elektropaket mit Beleuchtung und Brandschutz, Beschallung, Uhren und Anzeigetafeln kostet rund 340.000 Euro, die komplette Haustechnik wird 1,15 Millionen Euro kosten."

Richtfest am 11. März

Am 29. Februar soll damit begonnen werden, das Dach auf die Halle zu setzen. Richtfest ist am 11. März. Dann wird der Innenausbau schon laufen. "Eine ziemlich komplexe Sache", sagt Bayerlein. Deshalb dauert der Innenausbau auch länger als der Rohbau. Ausgereizt wie das Grundstück ist der Platz auch in der Halle. "Wir verwenden zum Beispiel Klapptribünen mit fünf Reihen. Die müssen auf einer Tiefe von 45 Zentimetern untergebracht werden. Für Auszugtribünen hat der Platz nicht gereicht."