Drei Tage Bürgerfest Aufbau für die Feiermeile

Rund um die Hauptbühne, die noch im Aufbau ist, werden auch weitere Stände von Bayreuther Schaustellern aufgebaut. Weiter oben, im Ehrenhof oderweiter unten vor der Spitalkirche, werden die Biergarnituren abgeladen und gestellt. Foto: Eric Waha/Eric Waha

Ab Freitagabend geht es rund in der Bayreuther Innenstadt: Auch wenn der für den ersten Abend ein klein wenig kühlere Temperaturen angesagt sind – es dürfte heiß hergehen auf der Feiermeile in der gesamten Bayreuther Innenstadt. Ganz oben allerdings steht der Sicherheits-Aspekt.

Gabelstapler laden Paletten mit Biertisch-Garnituren ab, am Stadtparkett läuft der Aufbau der großen Bühnen. In der Kanzleistraße werden die Bars aufgebaut. Es wird geschraubt, gehämmert gebohrt. Der Schweiß fließt in Strömen – alles für drei Tage Bürgerfest, die nach zwei Jahren Pandemie-Pause am Freitag um 17 Uhr wieder starten. Ein heißer Tanz auf der Feiermeile, der kompletten Bayreuther Innenstadt.

Sicherheit ein wichtiger Aspekt

„Alles läuft nach Plan“, sagt Manuel Becher, der Geschäftsführer der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG), dem Veranstalter des Bürgerfests. Ein ganz wichtiger Aspekt neben den 48 Programmpunkten, die sich über die drei Tage verteilen, die sich übers Festgelände verteilt und auf den beiden Bühnen abspielen: die Sicherheit. Die Terror-Blöcke seien aufgestellt, zusätzlich würden noch Schuttmulden an den wichtigen Stellen abgesetzt, „damit keiner aufs Festgelände fahren kann. Die Sicherheit ist gewährleistet“, sagt Becher.

Regen wäre kein Segen

Am Freitag um 17 Uhr gibt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger mit dem Burgenländer Landeshauptmann Hans Peter Doskozil den Startschuss für das Bürgerfest – und tut das hoffentlich im Trockenen, denn das Wetter ist das Einzige, das Becher ein wenig Sorgen macht: „Regen wäre ganz schlecht zum Start. Temperaturen um 16 Grad am Abend wären nicht so schlimm, dann nimmt man eben eine Jacke mit. Aber die beiden folgenden Festtage, Samstag und Sonntag scheinen ja perfektes Wetter zu bekommen.“

Denn Probleme habe es „genug gegeben in den vergangenen Wochen und Tagen“, sagt Becher. Eine Reihe von Corona-bedingten Absagen hätten kompensiert werden müssen, auch Schausteller hätten kurzfristig die Reißleine gezogen: „Kein Personal“, sagt Becher. „Aber wir haben für alles gute Lösungen finden können.“

Großer Part des Burgenlandes

Einen deutlich größeren Part als sonst bei den Partnerstädten üblich übernehme in dem Jahr das Burgenland, sagen Becher und Mario Brunner, der für die Außenveranstaltungen bei der BMTG zuständig ist. Neben dem Weindorf im Hof des Historischen Museums und „dem Bühnen-Branding“, wie Brunner sagt, sind die Burgenländer ein Sponsor für einen der Höhepunkte des Bürgerfestes: das Konzert von James Cottriall auf der Hauptbühne in der Nähe der Spitalkirche am Sonntagabend um 19 Uhr.

Der Brite, der gerade in Österreich einige Nummer-eins-Hits gelandet hat, stand erst vor wenigen Tagen beim Wiener Donauinsel-Fest vor 85.000 Fans auf der Bühne.

Genuss im Gepäck

Neben Kultur haben die Burgenländer aber vor allem Genuss im Gepäck, wie sich im Gespräch mit Tamara Radislovitsch zeigt. Tamara Radislovitsch und ihre Kollegen von Burgenland Tourismus sind am Donnerstagnachmittag auch dabei, kräftig aufzubauen – denn das Weinfest, das zwischen den Partnerstädten und -regionen wechselt, soll sich anders präsentieren als sonst.

Deshalb betreiben die Burgenländer auch viel Aufwand, bauen Holzhütten auf, haben eine Bühne gestellt, auf der bekannte Musiker aus dem östlichsten Bundeslands Österreichs für die Hintergrundmusik sorgen sollen. Das FTM-Trio könnte sich auch in die Bayreuther Herzen jazzen. Wie Tamara Radislovitsch sagt, werde man auch am Kultursonntag „von 11 bis 19 Uhr offen haben“, um für die, die auf dem Künstlermarkt bummeln, Anlaufstelle sein zu können.

Bis zum letzten Salzgurkerl regional

Außer einem großen Weinangebot „vom Norden bis in den Süden“ des Burgenlands habe man jede Menge „regionale Schmankerl dabei“, sagt Tamara Radislovitsch. Kleinigkeiten, die zum Wein passen, die aber „bis zum letzten Salzgurkerl“ aus der heimischen Erzeugung kommen, um denen, die sich hier niederlassen, ein gutes Burgenland-Gefühl mitzugeben.

Was ja auch ein bisschen Ziel nicht nur der Kulturpartnerschaft ist, die Bayreuth und das Burgenland seit 32 Jahren pflegen, sondern auch des Weinfests und des Engagements: Zeigen, dass es auch woanders schön ist. Nicht nur am Bayreuther Bürgerfest.

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