Dreck weg in Bayreuth BG will gegen Kaugummis auf dem Boden vorgehen

Die Bayreuther Gemeinschaft (BG) sorgt sich um die Sauberkeit in Bayreuth. Sie fragt nach, ob es im Rathaus Ideen gibt, gegen Kaugummireste auf dem Boden vorzugehen.

Der Kaugummi-Fleck muss weg! So sieht es die BG. Vor allem am ZOH sei es schlimm. Foto: red

„Wir alle kennen die hässlichen Flecken auf Asphalt und Gehwegplatten, die durch ausgespuckte Kaugummis entstehen“, so beginnt ein Schreiben der Bayreuther Gemeinschaft an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU), das dieser Redaktion vorliegt. Ein ins Auge stechendes, abschreckendes Beispiel sei der Bereich des Zentraler Omnibusbahnhof (ZOH).

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„Gibt es Überlegungen oder Maßnahmen hinsichtlich der Entfernung von Kaugummiresten, und wenn ja, welche?“, fragt Stadtrat Torsten Lange (BG). Er stellt dazu einen Antrag nach der Gemeindeordnung.

Blick in andere Städte

Mit den üblichen Maßnahmen sei eine Reinigung unverhältnismäßig aufwendig, ein Vergleich mit anderen Städten daher sinnvoll. In Kaiserslautern wurden Hochdruckreinigung und mechanische Reinigung nach dem Auftragen einer biologisch abbaubaren Lösung verglichen. In Krefeld wurde die Anwendung eines Trockeneisstrahlverfahrens getestet. „Diese Lösung scheint die effektivste und umweltschonendste zu sein“, urteilt Lange.

Nicht nur hässlich, auch umweltschädlich

Bei den Kaugummirückständen auf dem Boden gehe es nicht nur um den hässlichen Anblick, sondern auch um eine reale Umweltbelastung durch in die Kanalisation eingespültes Mikroplastik.

Für „interessant“ hält Lange zudem eine präventive Maßnahme der Stadt Frankfurt: Dort werden in kritischen Bereichen sogenannte Gum-Walls aufgestellt, versehen mit der freundlichen Aufforderung durch Smileys, den verbrauchten Kaugummi dort aufzukleben – auch wenn dies „vermutlich unästhetisch“ sei.

Drastische Maßnahmen lehnt Lange jedoch ab. „Man muss ja nicht Geldstrafen einführen, wie in Singapur“, so der Stadtrat.