Doos bis Behringersmühle Radler müssen sich in Geduld üben

Es wird noch ein wenig dauern, bis der Radwege-Lückenschluss von Doos bis Behringersmühle geschlossen ist. Foto: Archiv/red

WAISCHENFELD. Die gute Nachricht: Der Geh- und Radweg von Waischenfeld über Doos bis Behringersmühle wächst Meter für Meter: Die schlechte Nachricht: Ab Doos dürfte es noch ein wenig länger dauern.

Ein Ärgernis aus Sicht von Waischenfelds Bürgermeister Edmund Pirkelmann, der dieses Thema in einem Schreiben an Innenminister Joachim Hermann und Ministerpräsident Markus Söder angesprochen hat. Was wiederum die beiden Staatlichen Bauämter in Bayreuth und Bamberg – die Trasse überschreitet Landkreisgrenzen – zu einer zeitnahen Stellungnahme animiert hat. Das Fazit: Es wird, aber es dauert. Weil es um das Wohl von Tieren und Pflanzen geht.

Schritt für Schritt

„Den Abschnitt von Waischenfeld bis Doos werden wir 2019 mit dem aktuell im Bau befindlichen Abschnitt von Rabeneck nach Doos abschließen“, sagt Kurt Schnabel, Leiter des Staatlichen Bauamtes Bayreuth. Eine Fortsetzung für Radler sei im Bereich von Doos mit der Anbindung an die Ortsstraße Dooser Berg in Richtung Muggendorf gegeben.

Für eine durchgängige Radwegverbindung im Wiesenttal gelte es jedoch, die Lücke zwischen Doos und Behringersmühle zu schließen. „Und dies ist gar nicht so einfach und erfordert viel Hirnschmalz“, sagt Katrin Roth, neue Bereichsleiterin für Straßenbau am Staatlichen Bauamt Bamberg.

Das Wiesental zwischen Doos und Behringersmühle habe es in sich. Es sei „wunderschön mit anspruchsvoller Topografie und naturschutzfachlich außerordentlich bedeutsam“. Da sei das FFH-Gebiet Wiesenttal mit Seitentälern, das sei das Vogelschutzgebiet Felsen- und Hangwälder in der Fränkischen Schweiz, da sei die Lage im Landschaftsschutzgebiet Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst.

Mehrere Varianten, aber bisher keine Lösung

Mehrere Trassenvarianten wurden geplant. Doch mit keiner dieser Varianten konnten sich die beteiligten Fachstellen in Gänze anfreunden, sagt Stefan Arneth, der zuständige Planer beim Staatlichen Bauamt in Bamberg. Es geht um die Tier- und Pflanzenwelt. Die Konsequenz: Es gab im vergangenen Jahr umfangreiche Untersuchungen, die alle Vegetationsperioden eines Jahres beleuchten.

Die Ergebnisse werden bis Jahresende vorliegen. „Ich bin zuversichtlich, dass es uns auf dieser Grundlage zeitnah gelingen wird, eine abschließende Trassenführung zu finden und in das Genehmigungsverfahren gehen zu können“, sagt Katrin Roth.

Die Wiesent muss gequert werden

Laut Arneth ist die Frage zu klären: Führt der Geh- und Radweg „oben an der Straße oder am Dammfuß entlang.“ Und: Wo wird er – „irgendwo im letzten Drittel“ – auf dem Weg von Doos nach Behringersmühle die Wiesent queren und dann auf der linken Uferseite verlaufen – „daran kommen wir nicht vorbei“.

Liegt die Planung auf, könnten natürlich noch Einwände von Naturschützern und anderen Verbänden kommen.

 

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