Donauwörth will kein Flüchtlingszentrum

Das Vorhaben der bayerischen Staatsregierung, in Donauwörth ein Aufnahme- und Rückführungszentrum für rund 1.500 Asylbewerber vom Westbalkan zu errichten, stoßen auf örtlichen Widerstand.

„Wir lehnen diese Pläne entschieden ab“, sagte Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) nach BR-Informationen vom Freitag. Am Abend zuvor hatte sich der Stadtrat in einer Sondersitzung einstimmig dagegen ausgesprochen.

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Bayern will eines der drei vorgesehenen Flüchtlingszentrum in der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth einrichten. Dies würde die Planungen für das Areal, auf dem Wohnungen entstehen sollen, „ad absurdum führen“, sagte Neudert nach Angaben des Senders. Die Unterbringung der Flüchtlinge berge „sozialen Sprengstoff“. Die Pläne seien nicht hinnehmbar und in keiner Weise zu bewältigen. Am Mittwoch hatten Innenminister Joachim Hermann und Sozialministerin Emilia Müller (beide CSU) das Gelände besichtigt.

In den Zentren sollen Menschen vor allem aus den Balkanstaaten untergebracht werden. Sie haben laut Staatsregierung eine nur „geringe Bleibewahrscheinlichkeit“, da nur wenige von ihnen als Asylbewerber anerkannt werden. Als erster Standort wurde die Max-Immelmann-Kaserne in Manching bei Ingolstadt benannt. Dort sollen ab September 500 Asylbewerber einquartiert werden. Ziel ist es, die Verfahren auf vier bis sechs Wochen zu beschleunigen und die Menschen schneller in ihre Heimat zurückführen zu können. Die Pläne haben eine kontroverse Debatte ausgelöst.

kna