Doch keine weitere Asylunterkunft

Von Sarah Bernhard

In Speichersdorf werden – zumindest im Moment - doch keine weiteren Asylbewerber untergebracht. Das teilte das Landratsamt auf Kurier-Nachfrage mit. Obwohl immer weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen, bleibt die Situation schwierig.

Das Landratsamt will in dem Gebäude in Kirchenlaibach nun doch keine Asylbewerber unterbringen. Foto: Sarah Bernhard Foto: red

Weitere Flüchtlinge wird es in Speichersdorf erst einmal nicht geben. „Nach Rücksprache mit Herrn Landrat, dem Investor und Herrn Bürgermeister Porsch kann ich Ihnen mitteilen, dass wir den Plan, in Speichersdorf eine Unterkunft für Asylbewerber zu errichten, im Moment nicht weiterverfolgen“, schreibt Ingrid Gleißner-Klein, Chefin des Ausländeramts. Zu den Gründen wollte sie sich nicht äußern.

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Bürgermeister Manfred Porsch hat die Nachricht vom Landratsamt ebenfalls erhalten. Und sagt, dass die Vorstellungen des Investors zur Rentabilität, die Vorstellungen des Landratsamts und die Vorstellungen der Gemeinde einfach nicht zusammengepasst hätten. „Der Bereich um die Kirche herum ist sensibel, nebenan ist eine Kneipe, 35 Personen wären einfach zu viel gewesen.“

Nicht mehr 22, sondern nur noch 15 Personen pro Woche

Für Gleißner-Klein hingegen wäre die Unterkunft eine Hilfe gewesen. Sie musste bisher jede Woche 22 Flüchtlinge unterbringen, die die Regierung von Oberfranken dem Landkreis zugeteilt hat. Und obwohl durch die Schließung der Balkanroute immer weniger Asylbewerber nach Deutschland kommen, kann sie noch nicht aufatmen. Zwar seien die Flüchtlingszuweisungen in den vergangenen zwei Wochen ausgesetzt worden. „Künftig müssen wir aber pro Woche wieder rund 15 Personen unterbringen.“

Die Notunterkünfte würden hingegen nach und nach zugemacht. „Zuerst die Turnhallen, dann die übrigen Unterkünfte“, sagt Gleißner-Klein. Die Notunterkunft auf dem ehemaligen Popp-Gelände in Bad Berneck werde aber nach Auskunft der Regierung noch länger bestehen bleiben, und zwar, „weil sie so nah an Bayreuth liegt“.