Direktoren nach Tagung des Arbeitskreises Bildung der CSU optimistisch Hoffen auf neues G9

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Die Tagung des Arbeitskreises Bildung der CSU nährt nicht nur bei Direktoren der Bayreuther Gymnasien die Hoffnung, dass die Hängepartie bald vorbei ist. Dass es eine Antwort auf die Frage gibt, wie viele Jahre das künftige bayerische Gymnasium haben wird. Nachdem die Junge Union sich bereits für neun Jahre Lernzeit ausgesprochen hat, kommt aus dem Arbeitskreis das vieldeutige Signal einer "einheitlichen Form" für Gymnasien.

Der Arbeitskreis Bildung der CSU hat sich auf eine einheitliche Form des Gymnasium. Eine mit neun Jahren? Foto: Archiv/dpa Foto: red

Der Vorsitzende des CSU-Arbeitskreises, der sich am Mittwoch vier Stunden mit dem Thema beschäftigt hat, Prof. Gerhard Waschler, lässt auf Kurier-Anfrage ausrichten: Es gebe noch keine Entscheidung. Das Treffen des Arbeitskreises sei "Teil des Dialogprozesses". Der Süddeutschen Zeitung hatte Waschler gesagt, es "präzisiert sich, dass es keine Wahlmischmodelle geben" werde. Also keine Wahlmöglichkeit mehr zwischen dem achtjährigen und dem neunjährigen Gymnasium an einer oder mehreren Schulen vor Ort. Und auch keine Mittelstufe plus mehr. Dem Modellversuch, der dort, wo er genehmigt wurde, erfolgreich läuft. So erfolgreich, dass sich für die Regelform des achtjährigen Gymnasiums gerade so Klassen bilden lassen. Wie etwa am Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) in Bayreuth, das sich erfolgreich um den Modellversuch beworben hatte.

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Keine belastbaren Aussagen

Bedeutet also das Signal aus dem Arbeitskreis Bildung, dass eine einheitliche Form für das Gymnasium gleichzusetzen sein wird mit neun Jahren Lernzeit? Dazu gibt es keine Aussagen. Keine belastbaren. Aus dem Umfeld des Kultusministers Ludwig Spaenle ist zu hören, dass sich der Minister ja nie gegen eine neunjährige Lernzeit gesperrt habe. Ähnlich drückt sich Ludwig Unger, der Sprecher des Kultusministeriums aus: Ziel müsse sein, "dass Schüler die Lernzeit bekommen, die sie benötigen".

Direktoren sehen den ersehnten Dammbruch

In Bayreuth, bei Direktoren der Gymnasien, klingt das Signal des Arbeitskreises dagegen schon nach einem Dammbruch: "Es ist eigentlich keine andere Entscheidung möglich, wenn man zu seinem Wort stehen will", sagt Elisabeth Götz vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnsium (MWG). Keine andere Entscheidung als eine Neuausrichtung auf  neun Jahre Lernzeit. Die rund 36.000 Eltern, die an der Befragung der Landeselternvereinigung (LEV) teilgenommen hatten, hätten sich klar positioniert. Nämlich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten pro neunjähriges Gymnasium. "Bei den Eltern der Grundschüler waren es sogar 90 Prozent", sagt Franz Eisentraut vom GCE. Dringend einer Lösung bedürfe es für die Kinder, die in den aktuellen Klassen fünf bis sieben seien. "Denen sagt man seit drei Jahren, sie dürften auch in die Mittelstufe plus. Was macht man mit denen, wird es für sie eine Übergangsregelung geben?", fragt Götz.

"Längere Lernzeit ist der Königsweg"

"Es spricht alles für ein neunjähriges Gymnasium"; sagt Rolf Müller vom Graf-Münster-Gymnasium (GMG). "Dann kommt hoffentlich endlich mal Ruhe rein. Wobei ich noch ein Problem sehe: Man möchte offensichtlich den Lehrplan nicht anpassen. Aber auch da findet man sicher eine Lösung." Eine gute Lösung findet GCE-Direktor Franz Eisentraut, dass "die individuelle Beschleunigung der Lernzeit offensichtlich dann vor Ort organisiert werden kann für die besonders engagierten Schüler. Grundsätzlich ist die längere Lernzeit jedoch der Königsweg".