Die Tafel ändert Name und Logo

Von Thorsten Gütling

Die Bayreuther Tafel heißt jetzt nicht mehr Bayreuther Tafel. Sondern Tafel Bayreuth. Damit machen die Ehrenamtlichen in Bayreuth das, was zeitgleich fast alle Tafeln in Deutschland tun: Sie schließen sich zu einer gemeinsamen Marke zusammen.

Ein Transparent gibt es schon, das den neuen Namen samt Logo zeigt. Ladenleiter Stefan Kühnlein und Jochen Eixler präsentieren es. Foto: Andreas Harbach Foto: red

Der Grund für die Änderung: Immer wieder gibt es schwarze Schafe. Organisationen, die auf den Tafel-Zug aufspringen und sich mit dem bis dato nicht geschützten Begriff schmücken. In Nürnberg, erzählt Peter Zilles, der im Vorstand der Tafel Bayreuth genauso wie in dem des Landesverbands ist, habe sich ein anderer Verein des Titels bedient und Lebensmittel aus Läden geholt, die für die Nürnberger Tafel bestimmt waren. In Potsdam, beim Mitgliedertreffen der deutschen Tafeln, sei unter anderem deswegen der gemeinsame Markenauftritt der Tafeln beschlossen worden. Zum ersten Mal soll der Begriff Tafel sowie das neue, aus Teller, Messer und Gabel bestehende Logo, unter Markenschutz gestellt werden. „Wenn andere Organisationen Probleme haben, dann soll das künftig nicht mehr auf uns abfärben“, sagt Zilles. Der Fall der Essener Tafel, die kürzlich in die Schlagzeilen geriet, als sie aus Sorge um die Versorgung von Rentnern keine neuen Flüchtlinge mehr aufnahm, zeige aber, dass es auch innerhalb der Tafel-Familie Probleme gebe.

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Wir dokumentieren damit, dass wir zu einer größeren Gemeinschaft gehören und uns an die Richtlinien halten“, sagt Zilles. Der neue Namen sei bereits beim Registergericht eingetragen, am Montag gehe eine neue Homepage an der Start, am Dienstag sollen die Mitglieder bei einer Versammlung informiert werden.

Weil die Tafel durch Spenden finanziert sei, könne man aber nicht von heute auf morgen neue Banner, Aufkleber für Autos, Flugblätter und Visitenkarten in Auftrag geben. Um möglichst wenig Zusatzkosten zu verursachen, haben man den nach wie vor eigenständigen Vereinen eine Übergangsfrist von zwei bis drei Jahren empfohlen. Die Autos der Bayreuther Tafel werden also erst dann mit neuen Klebefolien versehen, wenn sie ohnehin ausgetauscht werden. Visitenkarten und Flugblätter werden erst aufgebraucht, bevor neue in Druck gehen. Der Tafelladen selbst soll mit neuem Schriftzug und Logo versehen werden, wenn er im Laufe dieses Jahres in die benachbarte Halle umzieht, die ein Unternehmer derzeit baue und dann vermiete.