Die Opfer stammen aus Bayreuth und Himmelkron Kulmbach: Zwei Männer sterben bei Sprung in leeres Schwimmbecken

Schrecklicher Unfall im Kulmbacher Freibad: In der Nacht zum Sonntag sind dort zwei Männer, ein 20-jähriger Bayreuther und ein 24-jähriger Himmelkroner, vom Sprungturm gesprungen, obwohl im Becken darunter kein Wasser war. Sie prallten mit voller Wucht auf den Boden und starben beide.

Einer der Männer war bereits tot, als der Rettungsdienst eintraf. Den anderen versuchten die Rettungskräfte zu reanimieren, jedoch erfolglos. Auch er starb noch im Becken, sagte Jürgen Stadter vom Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage. Spezialisten der Bergwacht bargen die Leichen.

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Einer der Männer stammt aus Bayreuth, der andere aus dem Kreis Kulmbach. Vermutlich hatten sie das Bierfest besucht, bevor sie ins Kulmbacher Freibad einstiegen. Ob Alkohol und Drogen im Spiel waren, ist noch nicht geklärt. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen.

Einem Spaziergänger fiel ein Fuß auf

Am Sonntagmorgen hatte der Badebetrieb ganz normal begonnen, einige Schwimmer drehten ihre Runden. Ein Spaziergänger sah von außerhalb des Geländes einen Fuß, vermutete, dass etwas nichts stimmt, und rief die Polizei.

Daraufhin wurden der Tote und der Schwerstverletzte entdeckt. Feuerwehr, Notarzt und die Bergwacht eilten zur Hilfe, konnten aber nichts mehr tun. Auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort.

Die Männer müssen auf den Turm geklettert sein

Der zehn Meter hohe Sprungturm im Kulmbacher Freibad ist in dieser Saison gesperrt, weil Turm und Becken stark sanierungsbedürftig sind. Deshalb ist das Becken derzeit auch nicht mit Wasser gefüllt. Auf den Sprungturm müssen die Verunglückten geklettert sein, da die Zugangstreppen im Zuge der Sperrung abgebaut wurden. Kurier-Informationen zufolge sollen die Männer mindestens bis zum 3-Meter-Brett gekommen sein. „Sie sind mindestens fünf Meter in die Tiefe gestürzt", sagt Stadter.  „Die Kriminalpolizei untersucht, von welchem Brett die beiden gesprungen sind.“

Zu Gerüchten, wonach in der Nacht neben den Verunglückten noch weitere Männer im Freibad waren, sagt Stadter: „Das können wir nicht bestätigen. Wir haben keine Hinweise." Vor Ort übernahmen Markus Hahn und einige Kollegen von der Kriminalpolizei Bayreuth die Ermittlungen. Auch der Kriminalexperte war über den Anblick im Becken schockiert.

Nach dem Unfall ist das Freibad "aus Pietätsgründen" am Sonntag und Montag für Besucher gesperrt, teilt die Stadt Kulmbach mit. "Dieses Unglück ist kaum in Worte zu fassen. Unsere Gedanken sind jetzt bei den Familien und Freunden der beiden jungen Männer“, sagt Oberbürgermeister Henry Schramm.

so/mcf