Die Landesliga startet Neudrossenfeld gleich der Favorit

Noch weiß der neue Trainer des TSV Neudrossenfeld, Markus Taschner, nicht, wo er sein Team einzuordnen hat. Doch spätestens nach dem Schlusspfiff heute wird der 38-Jährige neue Erkenntnisse haben. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Knapp fünf Wochen Vorbereitung sind vorüber, am Samstag wird es für den TSV Neudrossenfeld in der Landesliga Nordost wieder ernst. Zum Start in die neue Saison kommen die Grün-Weißen in den Genuss des Heimrechts, um 14 Uhr stellt sich der Baiersdorfer SV auf dem Sportgelände am Weinberg vor.

Es wird das Duell des letztjährigen Tabellendritten mit dem Drittletzten, der sich über die Relegation in Sicherheit brachte. 1:0 und 4:1 entschieden die Grün-Weißen die Vergleiche im Vorjahr für sich.

Daraus allerdings eine Favoritenrolle für die Neudrossenfelder abzuleiten, verweist der neue Mann an der Seitenlinie des TSV, Markus Taschner, ins Reich der Fabel: „Wir müssen die letzte Saison abhaken, und uns muss klar werden, dass die neue kein Selbstläufer wird. Und man kann nicht davon ausgehen, dass wir von den vier, fünf Spielen pro Monat alle gewinnen.“

Landesliga stärker als in der Vorsaison

Taschner ist der Ansicht, dass die Liga in dieser Spielzeit noch stärker geworden ist – was sicherlich an der Tatsache liegt, dass mit dem FSV Erlangen-Bruck und der SpVgg Jahn Forchheim gleich zwei Absteiger aus der Bayernliga mit am Start sind. Und ausgerechnet mit diesen beiden Teams messen sich die Neudrossenfelder am zweiten und dritten Spieltag.

„Deswegen ist es eminent wichtig, dass wir das Spiel gegen Baiersdorf für uns entscheiden. Sollten wir verlieren, geraten wir unter Umständen schon gleich zu Saisonbeginn unter einen gewissen Druck“, ist Taschner bewusst. Allerdings ist er überzeugt davon, dass sein Team mit dieser Situation umgehen kann: „Da habe ich ein gutes Gefühl.“ Aufgrund der erstarkten Liga falle es ihm aber schwer, so der 38-Jährige, ein Saisonziel zu setzen. „Ich weiß noch nicht, wo ich uns einordnen soll.“

Mit der Vorbereitung war Taschner zufrieden. „Die ist insgesamt recht ordentlich gelaufen. Wir haben viel und intensiv trainiert. Dennoch konnte ich nicht alle Inhalte weitergeben, die ich mir vorgenommen hatte. Dazu reichte die Zeit dann doch nicht. Wir sind halt Amateure.“

Lukas Schelenz verletzt, Jahn Löhrlein im Urlaub

Für den Auftakt kann Taschner auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Lukas Schelenz fällt wegen der im freundschaftlichen Kräftemessen mit der SpVgg Bayreuth (1:3) erlittenen Verletzung aus, Jahn Löhrlein fehlt urlaubsbedingt, und Neuzugang Finn Habel steht erst Anfang Oktober zur Disposition.

Die Gäste aus der Krenmetropole Frankens mussten nach erfolgreicher Relegation einen enormen personellen Aderlass hinnehmen. Zehn Abgängen stehen sieben Neuzugänge, darunter der letztjährige Torjäger der Kreisliga Erlangen-Pegnitzgrund, Sven Wächter vom SV Gößweinstein, gegenüber. Die Vorbereitung verlief wenig viel versprechend, in sechs Kräftemessen zog man fünfmal den Kürzeren, einmal gab es ein torloses Remis gegen den TV 48 Erlangen.

Wo bei den Meerrettichstädtern vehement der Schuh drückt, ist die Defensive: Mit Kapitän Nicolas Schwab, Christopher Lee (zu Jahn Forchheim), Max Grabert (zum ASV Weisendorf) und Marc Weiler (zum SC Adelsdorf) sowie Fabian Schwab (ebenfalls nach Forchheim) brach nahezu die gesamte Abwehr weg. So hatte und hat der neue Trainer René Ebert noch viel Arbeit, nach Verstärkungen im hinteren Bereich wird händeringend gesucht. Als Saisonziel gaben die Verantwortlichen dennoch einen Mittelfeldplatz an. Und als einen der Mitfavoriten nannten sie auch den TSV Neudrossenfeld.

TSV Neudrossenfeld: Grüner, Mehlhorn – Gareis, Hahn, Majczyna, Möckel, Seiter, Taubenreuther, Boog, Hannemann, Pauli, Peeters, Pötzinger, Schneider, Engelhardt, Gerull, Kolb, Lattermann, Rausch, Schuster, Brand.

 

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