Trotz des ausgeklügelten Systems zur Umgehung der Sanktionen steht Irans Wirtschaft vor einer ihrer bislang schwersten Krisen, die Inflation stieg zuletzt sprunghaft an, die Landeswährung verlor dramatisch an Wert. Die Infrastruktur des Landes wurde durch den vor rund sechs Monaten begonnen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Zudem erhöht die US-Blockade iranischer Häfen den Druck weiter.
Experte warnt: Iran bereit zur Eskalation
Die iranische Wirtschaft stecke in ernsthaften Schwierigkeiten, "ist aber noch weit von einem Zusammenbruch entfernt", schrieb der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz auf X. Sollte Trump wirklich glauben, dass der Iran vor dem Kollaps stehe und zusätzlicher wirtschaftlicher Druck Teheran zur Kapitulation zwingen werde, "könnte er bald an die Grenzen dieser Annahme stoßen".
Der Iran sei nach wie vor in der Lage, militärisch und wirtschaftlich erhebliche Kosten für die USA und deren Verbündete am Golf zu verursachen. Teheran habe deutlich gemacht, dass es bereit sei, "die Situation zu eskalieren, anstatt den Druck auf unbestimmte Zeit einfach hinzunehmen", warnte der Iran-Experte.
Unterdessen wurde in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen. Er sei vor der Küste des Omans von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Maschinenraum sei beschädigt und das Schiff manövrierunfähig. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.