Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von einem angeblichen Einverständnis in Abu Dhabi, dass die Ukraine nicht der Nato beitreten werde. Tass stützte sich dabei auf Quellen im Umfeld der Moskauer Delegation. Dafür schließe der von den USA entwickelte Friedensplan einen Beitritt der Ukraine zur EU 2027 nicht aus. Von Kiewer Seite gab es dazu keine Äußerung. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte kürzlich, dass eine derart schnelle Aufnahme der Ukraine in die EU nicht möglich sei.
Tote durch russische Drohnenangriffe
Durch russische Drohnenangriffe in der Nacht auf Mittwoch wurden in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Die Drohnen schlugen in der Gemeinde Wassylkiwka im Osten der Region ein, wie Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram mitteilte. Drohnen setzten auch den Marktplatz der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk in Flammen.
Am Abend vor den Verhandlungen tötete ein Drohnenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja nach örtlichen Angaben ebenfalls zwei Zivilisten. Auf russischer Seite verursachte ukrainischer Raketenbeschuss laut Medienberichten einen Stromausfall in der grenznahen Großstadt Belgorod.
Rotes Kreuz warnt vor lebensbedrohlicher Lage in Kiew
In der Drei-Millionen-Stadt Kiew hat der neuerliche russische Angriff die Lage für die Bevölkerung noch einmal verschärft. Das Deutsche Rote Kreuz sieht dort zunehmend lebensbedrohliche Zustände. "Bei zweistelligen Minusgraden müssen viele Menschen seit Tagen ohne Heizung und Strom ums Überleben kämpfen", sagte der Leiter der internationalen Zusammenarbeit des DRK, Christof Johnen, der "Augsburger Allgemeinen". "Die Kälte kann besonders für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen wie kranke, ältere oder obdachlose Menschen sogar lebensgefährlich werden", warnte er.