Die Bayreuther Viertklässler haben sich entschieden, auf welches Gymnasium sie gehen wollen 515 neue Fünftklässler für fünf Gymnasien

Von und Jürgen Umlauft

Die Akte des Schuljahres 2016/17 an den fünf Bayreuther Gymnasien ist geschlossen. Die Grundschüler, die in ihrem Übertrittszeugnis eine Note von 2,33 oder besser stehen haben, haben sich entschieden. 515 Kinder werden im September auf eines der fünf Bayreuther Gymnasien wechseln. Bis 16 Uhr am Freitagnachmittag lief die Anmeldung. Und so ist das Rennen ausgegangen.

Das Abitur ist das Ziel von 515 Schülern, die sich bis Freitagnachmittag, 16 Uhr, an den fünf Bayreuther Gymnasien angemeldet haben. Foto: Archiv/Tobias Kleinschmidt/dpa Foto: red

Ursula Graf, die Direktorin des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG), ist die Chefin über die Zahlen. Zu ihr melden die anderen vier Gymnasien traditionell ihre Anmeldungen. Und: Ursula Graf macht es kurz und schmerzlos. Um 16.06 Uhr schickt sie die Meldung an unsere Zeitung. Fünf Kürzel der Schulen, fünf Zahlen. In Summe 515 Schüler.

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RWG: Auch Grafs Aussage, wie sie mit dem Abschneiden der Schule zufrieden ist, ist kurz. "Am RWG haben sich 77 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Somit werden wir drei Klassen in angenehmer Größe bilden können." Im Vorjahr hatten sich 100 Schüler von damals 525 Kindern am RWG angemeldet.

GMG: Das Graf-Münster-Gymnasium (GMG) hat im Vergleich zum Vorjahr, als sich 86 Schüler für das Gymnasium am Schützenplatz gemeldet haben, verloren. Genauso viele aktuelle Viertklässler wie am RWG, nämlich 77, wechseln aufs GMG. Wegen Internetproblemen, mit denen die Schule offensichtlich den ganzen Tag zu kämpfen hatte, gab es keine Antwort auf die Frage, wie man zufrieden sei.

GCE: Franz Eisentraut, der Direktor des Gymnasiums Christian-Ernestinum (GCE) sagt, dass sich 92 Kinder für seine Schule entschieden haben. 107 waren es im vergangenen Jahr. "Wir sind damit sehr zufrieden, bilden viel kleine Klassen und freuen uns auf das nächste Schuljahr", sagt Eisentraut. "Das passt." Das GCE ist das einzige Bayreuther Gymnasium, das sich am Modellversuch Mittelstufe plus beteiligt. An seiner Schule ist das Interesse an der Mittelstufe plus groß. "76 Prozent haben sich dafür entschieden", sagt Eisentraut. "54 gehen in den Plus-Zug, 17 in die Regelklasse." An den anderen Plus-Gymnasien in Oberfranken liegt das GCE damit an zweiter Stelle: Das geht aus einer vom Kultusministerium im Landtag veröffentlichten Auflistung hervor. Demnach haben sich 68,8 Prozent der insgesamt betroffenen 699 Schüler an den sieben Pilotgymnasien in Oberfranken für die "Mittelstufe plus" entschieden. Spitzenreiter mit 87 Prozent war das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. Am Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach betrug die Quote 51 Prozent, am Frankenwald-Gymnasium Kronach 68,3 Prozent, am Gymnasium Burgkunstadt 73,5 Prozent, am Hofer Schiller-Gymnasium 63,4 Prozent und am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg 66 Prozent.

MWG: 102 Kinder werden ab September aufs Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) gehen. Drei Weniger als im vergangenen Jahr. Die Direktorin Elisabeth Götz sagt: "Die stabilen Anmeldezahlen freuen mich, denn sie erleichtern Planung und festigen unsere Angebote – bei schwankenden Zahlen wäre das schwieriger." Die Anmeldezahlen zeigten, dass sich "in Bayreuth eine Elternschaft findet, die den musischen Schwerpunkt, der das Klima mit den weiteren Elementen der Sprachen und der Begabungsförderung insgesamt prägt, zu schätzen weiß". 

WWG: Wie bereits im vergangenen Jahr hat das Wirtschaftswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Gymnasium der Stadt, das WWG, bei den Schülern am besten abgeschnitten. 167, und damit noch einmal 40 mehr als im vergangenen Jahr, gehen auf diese Schule. Hans-Dieter Sippel, der Direktor des WWG, sagt, er freue sich, dass die Eltern der Schule in so großer Zahl der Schule ihre Kinder anvertrauten. "Es zeigt uns, dass unsere Arbeit und unser Bemühen um die Kinder von den Eltern anerkannt wird. Es ist uns zugleich Ansporn, in diesem Sinne unsere Schule weiter zu entwickeln."