Das sah noch vor ein paar Monaten anders aus. Wirtschaftsprüfer, die die in finanzielle Schieflage geratene Diakonie beraten hatten, wollten die Frühförderung schließen. Über Jahre hatte die gemeinnützige GmbH, deren Gesellschafter die Diakonie und der Verein „Hilfe für das behinderte Kind“ sind und die die Frühförderung anbietet, etwa drei Millionen Euro Defizit erwirtschaftet. Die Diakonie hatte, wie berichtet, die jährlichen Fehlbeträge übernommen. Die Ideen, wie die Frühförderung wirtschaftlicher arbeiten kann, ohne die Betreuung der Kinder herunterzufahren, stammen von den Mitarbeitern der Frühförderung selbst, sagt Sedlak. Ein Punkt dabei: Die Ausfallzeiten lagen in der Vergangenheit nach Angaben des Diakonie-Geschäftsführers bei 40 Prozent. Anders gesagt: In 40 Prozent der Zeit leistete die Frühförderung keine Arbeit, die sie abrechnen konnte. Das soll sich ändern. Und: Sechs Mitarbeiter bekommen die Kündigung. Wobei vier von ihnen einen neuen Arbeitsplatz bei der Diakonie finden werden, sagt Sedlak. Er sei zuversichtlich, dass diese Schritte ausreichen werden, um die Frühförderung zu sanieren. „Ganz ohne Einschnitte geht es aber eben nicht.“