„Ach, Schneekanonen haben wir ja auch noch eine Zeit lang gebaut“, sagt Karl Heinz Fischer ganz am Schluss – sozusagen zum Abschied. Schneekanonen. Was ein weiteres Kapitel eines Lebens-Buchs wäre, aus dem man eine in Leder gebundene Brockhaus-Reihe machen könnte. Karl Heinz Fischer verspricht nicht zu viel, wenn er sagt, er könnte über das, was er erlebt hat, ein Buch schreiben. Denn auch wenn es im Moment in dem großen, modernen Gebäude unterhalb der Talstation Nord der Ochsenkopf-Seilbahn saisonbedingt eher ruhig zugeht: Hier drin konzentriert sich das Leben von Inge und Karl Heinz Fischer – hier stehen im Winter die Menschen Schlange. Hier steht das Lebenswerk, entstanden als Parallel-Strang zu Beruf und Familie. Und entstanden aus Leidenschaft zum Schnee und zum Skifahren: Die Schneesportschule Nordbayern – als Fortsetzung dessen, was Martin Puchtler als die Skischule Nordbayern einst in Bischofsgrün gegründet hatte. Martin Puchtler, der durch die Entwicklung der Kurzski-Methode in den 60er Jahren bundesweit bekannt geworden war, hatte Fischer am Bischofsgrüner Kirchberg mehr oder weniger vom Fleck weg verhaftet: „Meine Eltern waren absolut skibegeistert, mit drei oder vier Jahren stand ich schon auf den Skiern“, sagt Karl Heinz Fischer mit einem Lächeln. „Wir sind immer in Warmensteinach gefahren, bis uns einer 1960 erzählt hat, dass es in Bischofsgrün so schön ist. Ich weiß noch genau, wie wir damals mit dem Borgward mit den roten Ledersitzen rüber gefahren sind. Am Kirchberg hat mich Martin Puchtler fahren sehen und gleich gesagt: Du bleibst da, du machst Skilehrer.“ 1965 legt Fischer die erste Prüfung ab, 1970 die zum staatlich geprüften Skilehrer.