Nichts ist wirklich so wie es im ersten Anschein wirkt. Schon gar nicht, was menschliche Einstellungen und Zustände betrifft. Das ist die Essenz des Stücks „Der Gott des Gemetzels“, das nun Premiere auf dem Wehlitzer Berg hatte – aber auch nur scheinbar eine Premiere war, denn achtmal war das Stück schon im Mai im Kulmbacher Wohnzimmer-Theater „Das Baumann“ zu sehen. Die wirkliche Premiere war die Tatsache, dass die Naturbühne jetzt und künftig mit Theatern in der Region zusammenarbeitet. Erst einmal mit „Das Baumann“ (Rüdiger Baumann) und der Theatertruppe „Schauhaufen“ (Silvia Canola-Haußner und Anja Weith). Dabei erlebten die drei Kammer-Schauspieler noch eine persönliche Premiere. Sie erfuhren am eigenen Leibe, was Freilicht-Theater bedeuten kann und wie es der Vierte im Bunde, Sigurd Sundby, als Schauspieler und Manager der Naturbühne, kennt: Bei Open Air spielt auch das Wetter in Form von strömendem Regen (diesmal in der ersten halben Stunde) nicht nur als Statist mit. Sich davon nicht das Geringste anmerken zu lassen, dafür gebührt allen Vieren nur ein Prädikat: Heldenhaft!
Der Gott des Gemetzels Abgründe auf der Naturbühne
Klaus Klaschka 25.06.2023 - 13:00 Uhr