Der Club kann wieder gewinnen

Der Club kann wieder gewinnen. Fünf Tage nach der Trennung von Alois Schwartz besiegen die Nürnberger Schlusslicht Bielefeld mit 1:0. Die Arminia ist ein willkommener Aufbaugegner. Für Michael Köllner ist es ein optimaler Einstand auf der FCN-Trainerbank.

Der 1. FC Nürnberg hat seinem neuen Trainer Michael Köllner einen erfolgreichen Einstand beschert und die Trendwende in der 2. Fußball-Bundesliga geschafft. Die gleich auf sechs Positionen umgebauten Franken bezwangen Arminia Bielefeld am Sonntag mit 1:0 (1:0) und feierten nach drei Niederlagen am Stück wieder einen Sieg.

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Wie schon in der Hinrunde erwies sich für den diesmal unaufgeregt und teils bieder agierenden «Club» das harmlose Schlusslicht als dankbarer Aufbaugegner. Ondrej Petrak (35. Minute) schoss die Nürnberger vor 24 324 Zuschauern mit seinem ersten Saisontor auf Position neun der Tabelle.

«Wir sind zufrieden. Für unsere Fans und den ganzen Verein war das ein ganz wichtiger Sieg», sagte Köllner im TV-Sender Sky nach seiner Premiere. «Ich bin froh, dass sich die Mannschaft belohnt hat mit den drei Punkten und damit die Wende eingeleitet hat.» Petrak war nach seinem Treffer glücklich. «Für uns war das ein sehr schweres Spiel, wir brauchten diese drei Punkte», meinte der Defensivspieler. «Ich bin sehr froh über mein erstes Tor.»

Köllner wirbelte seine Startelf auch verletzungsbedingt und wegen Sperren ordentlich durcheinander. Insgesamt sechs Wechsel nahm der bisherige Coach der U21 und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums vor. Unter anderen feierte Oldie Raphael Schäfer ein Comeback im Tor, nachdem sich Thorsten Kirschbaum im Abschlusstraining eine Bauchmuskelzerrung zugezogen hatte.

Eduard Löwen aus dem eigenen Nachwuchs durfte bei seinem Profidebüt gleich in der Startelf ran. Bielefelds Coach Jürgen Kramny ersetzte indes überraschend Stammkeeper Wolfgang Hesl durch Daniel Davari.

Harmlose Arminia

Die harmlose Arminia war ein willkommener Sparringspartner für den FCN. Ambitionen im Vorwärtsgang entwickelte Kramnys Truppe so gut wie gar nicht, in der Defensive lief sie immer wieder hinterher. Glück hatten die Gäste, als Brian Behrendt (20.) als letzter Mann für ein Foul an Kevin Möhwald nur die Gelbe Karte sah.

Fünf Tage nach der Trennung von Coach Alois Schwartz bemühten sich die Nürnberger, die nach ihrem Negativlauf phasenweise verunsichert wirkten, um einen ruhigen Spielaufbau. Sie erarbeiteten sich ein Chancenplus und waren bei Standards gefährlich. Nach einem ersten Warnschuss von Petrak (14.) setzte Abwehrchef Georg Margreitter (15.) einen Kopfball an den Pfosten. Noch vor der Halbzeit besorgte der Tscheche dann die Führung. Eine Vorlage von Edgar Salli verwertete Petrak mit einem überlegten Schuss von der Strafraumgrenze.

Der «Club» ließ es nach der Pause an Entschlossenheit und Tempo mangeln. Dadurch wurde die Arminia aufgebaut. Bielefeld nutzte die Freiräume und orientierte sich nach vorne. Einen Kopfball von Christoph Hemlein (52.) lenkte Nürnbergs Torwart Schäfer an den Pfosten, ehe er wieder bei einem Kopfball diesmal von Julian Börner (75.) gefordert war und zur Ecke klärte. Die Nürnberger mussten bis zum Schlusspfiff um den unspektakulär erarbeiteten Dreier bangen.

dpa